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Berufsausbildung sorgt bei Diskussion für Zündstoff

Siegen, 04.02.2007 00:00 Uhr (nb )

Hartmut Schauerte stand in Siegen Rede und Antwort

Kreisgebiet/Siegen. (nb)
Die Stimmung war geladen. Die Themen Bürokratieabbau und Berufsausbildung sorgten am vergangenen Dienstag für Zündstoff bei einem Gespräch zwischen Hartmut Schauerte, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, weiteren Vertretern der Politik und Handwerkern aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe."Ein Handwerker bewegt nicht gerne das Papier, aber sieht sich von den bürokratischen Vorschriften erdrückt", fasste Jürgen Haßler von der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd die Meinung des Plenums zusammen. Hartmut Schauerte erklärte den zahlreichen Unternehmern, die sich im Haus der Siegerländer Wirtschaft in Siegen versammelt hatten: "Wir haben eine Kontrollinstanz eingeführt, die prüfen soll, wie sich Gesetze bürokratisch auswirken." Damit soll rund 25 Prozent der Bürokratie abgebaut werden. "Praktische Vorschläge sind allerdings erwünscht", appellierte der Staatssekretär an die Handwerker.
"Es geht alles nicht schnell genug", hieß es weiterhin aus dem Plenum. Dazu die Landtagsabgeordnete Monika Brunert-Jetter: "Es dauert einfach, die Dinge zu optimieren. Aber wir sind auf dem richtigen Weg."
Auch das Thema "Sonderprogramm Ausbildung 2006" sorgte für Uneinigkeit. Jugendliche sollen durch diese Förderung Abschlüsse in verschiedenen Ausbildungsberufen erlangen, darunter auch im Handwerk. Das Programm beinhaltet eine Kombination aus überbetrieblicher Ausbildung und betrieblichen Praktika in Unternehmen. Landesweit sollen mit dem Projekt 3000 zusätzliche Ausbildungsplätze entstehen, im IHK-Bezirk Siegen-Olpe wurden damit bisher 88 Plätze geschaffen.
Das Plenum kritisierte besonders die Qualität der Ausbildung. "Wer soll diese jungen Leute nach der Ausbildung einstellen: Die sind doch nicht so gut ausgebildet wie die anderen Azubis" war unter anderem zu hören. "Es ist doch sehr vernünftig, die Leute auf den Weg zu bringen, anstatt sie gar nicht auszubilden", machte Paul Breuer, Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein, deutlich. "Wir versuchen uns der Lage zu stellen, auch wenn es nur der zweitbeste Weg ist."

 

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