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Flächen unter der HTS sollen attraktiver werden

Siegerland, 27.02.2007 14:09 Uhr (abu)

Siegen. (SK)
Ein Schwimmbad in der Sieg, ein Sprayerpark, ein Ausstellungsraum, Ateliers und, nicht zu vergessen, ein durchgängiger überdachter Radweg, der längste der Welt. All dies – und noch vieles mehr – könnte, so der Siegener Nachwuchsarchitekt Alexander Görg, auf den riesigen, bislang ungenutzten Flächen unter der HTS entstehen.

Vorstellung der Entwürfe im Wirtschaftsförderungsausschuss

Görg, der mit seinem Entwurf zur „Stadt- und Landschaftsressource Hüttentalstraße“ Ende vergangenen Jahres den viel beachteten zweiten Preis in einem großen Design-Wettbewerb erringen konnte, folgte jetzt der Einladung von Ulf Stötzel zum Ortstermin in der Sieghütte, wo sich Siegens Bürgermeister die kühnen Pläne am konkreten Beispiel erläutern ließ.

Der gebürtige Kredenbacher Alexander Görg, der in Siegen studiert hat und mittlerweile auch arbeitet, war bei der Wahl seines Themas für seinen Wettbewerbsbeitrag beim „Renault Traffic Design Award 2006“ – zugleich seine Diplomarbeit –bewusst auf der lokalen Ebene geblieben: „Ich wollte nicht den x-Entwurf für ein Konzerthaus irgendwo auf der Welt liefern, sondern ganz konkret Vorschläge für ein Projekt in meiner Stadt machen.

Die HTS mit ihren 24 Kilometern Länge ist einerseits ein Betondrachen, eine monumentale Skulptur, die allgegenwärtig in der Stadt erscheint. Sie ist aber auch das Rückgrat von Siegen, ohne die es die heutigen Einkaufszentren, insbesondere City-Galerie und inzwischen auch Sieg-Carré, nicht geben würde“, begründet Görg seinen Entschluss.

Vorstellbar für Alexander Görg sind: Werkstatt- und Eventflächen in Geisweid, ein Aussichtspunkt in Weidenau, ein Straßentheater in Sieghütte, eine einfache Fußgängerbrücke und ein Jugendtreff-Gebäude, die auf unterschiedliche Weise die Struktur benutzen und dazu anregen sollen, die Struktur nicht nur verkehrstechnisch zu akzeptieren. Mal unterbaut, mal überwunden, einfach benutzt und mit ihr spielend, angepasst und kontrastierend, zugebaut und abgeschlossen, bieten die Flächen Stadtentwicklungspotenzial und Qualitätsressource inmitten der Stadt.

Siegens Bürgermeister war spontan angetan von den originellen Plänen Alexander Görgs. Natürlich gebe es Regeln zu beachten; Vorschriften, die der Sicherheit dienen und eine zu nahe Bebauung an der HTS verhindern, damit im Falle beispielsweise eines Lkw-Unfalls niemand durch Trümmer verletzt wird.

Dennoch: „Ich finde es bewundernswert, wie sich hier ein junger Mensch aus der Region mit seiner Heimat auseinandergesetzt hat“, so Ulf Stötzel. Damit dies weiter Frucht trägt, sagte der Bürgermeister Alexander Görg zu, dass dieser seine Pläne in Kürze im städtischen Wirtschaftsförderungsausschuss vorstellen kann.

 

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