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Nach Diagnose brauchen die Familien Rat und Hilfe

Olpe, 02.12.2007 00:00 Uhr (sic )

DKHV begleitet unheilbar kranke Kinder, Geschwister und Eltern

Olpe. (sic)
Der Deutsche Kinderhospizverein (DKHV) mit Sitz in Olpe wurde 1990 von sechs Familien gegründet, deren Kinder unheilbare, lebensverkürzende Krankheiten haben. Der Verein arbeitet bundesweit und begleitet die ganze Familie ab der Diagnose des Kindes. Dabei gibt es Angebote sowohl für das kranke Kind, als auch für Eltern und Geschwister. So stellt sich der Verein in der Einleitung auf seiner Website vor und definiert in Kurzfassung seine Arbeit. Hauptanliegen, so heißt es weiter, "ist die Begleitung der betroffenen Familien. Dazu bieten wir ein Netz von betroffenen Familien, mit Anlaufstellen an verschiedenen Orten in Deutschland. Wir initiieren und stärken die Selbsthilfe unter den Familien. Gleichzeitig vertreten wir die Interessen der Familien und arbeiten an der Verbesserung der Versorgungsstrukturen in Deutschland - ambulant und stationär".
Wie sich die Arbeit des Vereins und welche Abteilungen und Personen diese Arbeit leisten, lesen Sie ab heute in den Sonntagsausgaben des SAUERLANDKURIER.
"Uns ist wichtig, dass die Begleitung der Familien vom Zeitpunkt der Diagnose an im Leben und Sterben und über den Tod der Kinder hinaus erfolgt", heißt es in der Informationsbroschüre des Deutschen Kinderhospizvereins, dessen Hauptgeschäftsstelle sich heute in der Olper Bruchstraße befindet.
Hier hat auch Hubertus Sieler sein Büro, der seit zwei Jahren im DKHV als direkter Ansprechpartner für betroffene Familien arbeitet. "Nur im Miteinander kann man eine wirklich gute Begleitung erreichen. Meine Stelle hat sich schlicht aus dem Bedarf heraus entwickelt, denn es haben sich immer wieder Menschen gemeldet, die vor allem nach der Erstdiagnose Rat und Hilfe brauchten", erinnert sich der studierte Sozialpädagoge. Heute betreut der Verein rund 350 Familien und zählt 1800 Mitglieder.
Herausfinden, was
Familien benötigen
"Im Erstgespräch vor Ort in der Familie oder am Telefon versuche ich gemeinsam mit den Menschen herauszufinden, was sie an Begleitung und Unterstützung benötigen, denn Wünsche und Bedürfnisse jeder einzelnen Familie sind ganz individuell", erklärt der 32-Jährige.
Mal sei es der Wunsch nach Kontakten zu Familien in ähnlicher Situation, ein anderes Mal die Vermittlung an einen ambulanten Kinderhospizdienst oder ein stationäres Kinderhospiz.
"Eine gute Vernetzung ist unabdingbar, damit alle Angebote für die erkrankten Kinder, Geschwister und Eltern sichtbar werden und Betroffene so eine Begleitung erfahren, die bestmöglich auf ihre jeweilige familiäre Situation abgestimmt ist", so Hubertus Sieler, der auch auf die Internetseiten http://www.deutscher-kinderhospizverein.de und für-geschwister.de verweist.

 

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