
Kirche gibt es jetzt zwischen Tattooshop und Schuhladen
Siegen, 02.03.2008 00:00 Uhr (thw
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"offenbar" in Oberstadt eröffnet - "Auf tragfähigen Säulen"
Siegen. (thw)
Zwischen Tattooshop und Schuhladen eröffnete der Kirchenkreis Siegen am Freitag die "offenbar", den neuen Kirchenladen unterm Krönchen. In der Kölner Straße 8 will die evangelische Kirche wie schon in 70 Städten Deutschlands zuvor unter dem Motto "Kirche mitten in der Stadt" die Menschen zu einem Besuch in den von Grund auf modernisierten Laden einladen.
Bei einem Café und mehr bietet sich den Menschen die Möglichkeit, mit den zurzeit sieben Mitarbeitern des Kirchenkreises und 14 ehrenamtlichen Mitarbeitern ins Gespräch über längst nicht nur christliche Themen zu kommen. Vor etwa zwei Jahren wurde in den fünf Siegener Kirchengemeinden die Idee für ein solches in unserem Kreisgebiet bisher einzigartiges "City-Konzept" der Kirche geboren. Die Arbeitsgruppe "Kirche am Weg" kehrte voller Energie aus Wiesbaden zurück, wo sie sich bei der "Patentante" der "offenbar", Pfarrerin Annette Majewski, darüber informiert hatte, wie das Projekt am besten zu schultern sei.
"Das Projekt steht auf tragfähigen Säulen", sind sich die Verantwortlichen einig. Die Menschen sollen in der Oberstadt nun "unverbindlich Kirchenluft schnuppern". Zweimal in der Woche wird die Wiedereintrittsstelle für diejenigen geöffnet, die wieder der Kirche beitreten möchten. Zehn Pfarrer aus dem Kreisgebiet stehen dort für Fragen zur Verfügung. In der "offenbar" informieren die Mitarbeiter dienstags bis freitags von 13 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr über Beratungsangebote, geben Hinweise zur Taufe oder sprechen in dem gemütlichen Ambiente über den christlichen Glauben. Auch kleine Präsente wie Bücher sind im Kirchenjahr erhältlich. Die Kirche wieder zu den Menschen zu bringen ist das Hauptziel des City-Konzepts, Offenheit den Mitarbeitern daher extrem wichtig. Sie sehen sich als "Lotsen für kirchliche Angebote in den Ortsgemeinden" und möchten die Kirche in allen ihren zahlreichen Facetten vorstellen. Siegens Superintendentin Annette Kurschus zufolge wären manche Menschen, die den Schritt zurück in die Kirche suchen, froh, "wenn sie jemand anspräche".
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