Olpe, 06.07.2008 01:16 Uhr (SK)
Die Dunkelziffer ist hoch, der Handlungsbedarf ist da: Viele Frauen und auch Kinder werden Opfer von häuslicher Gewalt. Was eine ganze zivilisierte Gesellschaft nicht wahr haben möchte, das geschieht täglich in der Nachbarschaft, und die Zahlen steigen.
Aber es gibt Hilfe. Frau muss sich nur melden. Ganz unkonventionell.
Für den Bereich des Kreises Olpe befindet sich in der Olper Friedrichstr. 24 die Frauenberatungsstelle, die telefonisch unter Tel.: 02761/1722 erreichbar ist. Dort wird auch gegebenenfalls die Zuflucht in das Frauenhaus organisiert, wenn die Zustände nicht mehr zu ertragen sind.
Am Dienstag trafen sich die Frauen des neuen Vorstandes mit Vertretern der heimischen Presse, um ihre Arbeit vorzustellen und noch einmal darauf hinzuweisen, dass mit den streng gekürzten öffentlichen Mitteln die Möglichkeiten sehr beschnitten werden.
Mehr Spenden, Sponsoring oder gar die Gründung einer Stiftung wären hier sehr hilfreich, aber die Vorsitzende Klaudia Thum-Vigener benennt auch ein großes Problem: "Häusliche Gewalt ist ein Tabu-Thema, mit dem nur wenige zu tun haben wollen."
Dabei sind es alarmierende Zahlen, die aufhorchen lassen: Jährlich suchen in Deutschland nicht nur 45.000 misshandelte Frauen Zuflucht in den Frauenhäusern. Es soll inzwischen auch jedes fünfte Kind in der Umgebung von Gewalt aufwachsen.
Für die Sommerferien verteilt der Verein an bedürftige junge Mütter mit Kindern Freikarten für das Freizeitbad Olpe, denn ein bisschen Urlaub kann jeder gebrauchen.
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