Sundern, 02.08.2009 01:30 Uhr (SK)
Wie die Pressestelle des Hochsauerlandkreises vermeldet, hat die so genannte Schweinegrippe jetzt auch Sundern erreicht. Das neue Influenzavirus A/H1N1 wurde bei einer Reise-Rückkehrerin aus Mallorca gefunden.
"Die infizierte Frau wird zu Hause behandelt", so Pressesprecher Martin Reuther. Sie ist 20 Jahre jung. Gleichzeitig wurde ein 23-jähriger Mann aus Arnsberg positiv auf das Virus getestet. Die Zahl der Erkrankten im Hochsauerlandkreis erhöht sich damit auf insgesamt 14.
Experten sagen weiterhin, dass kein Grund zur Panik bestehe, man solle aber einige Hinweise (siehe Infokasten) beachten. Das Kreisgesundheitsamt bittet daher alle Personen mit Grippe-Beschwerden, nicht unangekündigt die Praxis ihres Hausarztes aufzusuchen. So kann die Ansteckung anderer Patienten im Wartezimmer, der Ärzte und des Personals verhindert werden. Stattdessen sollten Erkrankte vorab ihren Hausarzt anrufen und ihre Beschwerden schildern. So kann der Arzt zunächst entscheiden, ob er seinen Patienten zu einer bestimmten Zeit in die Praxis einladen oder einen Hausbesuch machen möchte und sich persönlich vor einer Ansteckung schützt, in dem er zum Beispiel einen Mund-Nasen-Schutz benutzt.
Da die Viren — wie bei jeder anderen Grippe auch — vor allem durch Tröpfcheninfektion übertragen werden, sollten insbesondere die persönlichen Hygienemaßnahmen beachtet werden. Um eine Verbreitung der Grippeerreger in die Umgebung zu vermeiden, sollte möglichst in die Ellenbeugen geniest werden, in jedem Fall sollte man den Kopf vom Gegenüber abwenden. Insbesondere beim Niesen und Husten können Influenza-Erreger auf die Hände gelangen und über die Hände und Schleimhautkontakt weiter verbreitet werden. Besonders wichtig ist daher häufiges Händewaschen.
Die Schweinegrippe äußert sich wie die gewöhnliche Grippe: Neben Fieber (über 38 Grad) vor allem mit allgemeinem Krankheitsgefühl, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Erkältungssymptomen. Erkrankte sollten ihrem Hausarzt neben den Symptomen mitteilen, ob innerhalb der letzten sieben Tage Kontakt zu nachweislich erkrankten Personen bestand oder der Betroffene aus einem entsprechenden Reiseland (wie USA oder Großbritannien) zurückgekehrt ist.
Die Erkrankung verläuft in der Regel sehr milde und reagiert, wenn eine Behandlung überhaupt notwendig ist, gut auf die ausreichend vorhandenen Medikamente.
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