
Niederfischbach, 21.02.2010 01:16 Uhr
Die Niederfischbacher Sozialdemokraten sind gegen die von CDU und FDP beschlossene "Inthronisierung" eines hauptamtlichen Ersten Beigeordneten für die Verbandsgemeinde Kirchen. Das war der einstimmige Tenor auf der jüngsten öffentlichen Vorstandssitzung des SPD-Ortsvereins.
Die Genossen waren sich darin einig, dass man dem neuen Bürgermeister lediglich einen Aufpasser zur Seite stellen wolle. Bei der CDU habe im vergangenen Jahr offenbar niemand damit gerechnet, dass man die Wahl zum Verbandsgemeindebürgermeister verlieren könne. "Nachdem der Bürgermeister die Bereiche ?Wirtschaftsförderung und Strukturpolitik' wieder zur Chefsache ernannt hat, fehlt ein Aufgabengebiet innerhalb der Verwaltung, das einen Berufsbeigeordneten rechtfertigt", gab Ortsvereinsvorsitzende Bettina Schwarz-Bender die Meinung der Anwesenden wieder.
Die Unterstützung des Bürgermeisters bei den politischen Aufgaben könne in der Verbandsgemeinde Kirchen genauso von ehrenamtlichen Beigeordneten erfolgen wie es in vergleichbaren Verbandsgemeinden der Fall sei, so die SPD. "Die finanziellen Ressourcen für ein Geschenk an ein Verwaltungsmitglied müssen eingespart werden", erklärte Fraktionssprecher Robert Frisch, der an die finanziellen Belastungen für die Ortsgemeinden erinnerte. Die Fraktion will nun prüfen, ob die verbleibende Zeit bis zur Entscheidung im Verbandsgemeinderat am 4. März noch ausreicht, um eine Dringlichkeitssitzung des Gemeinderates zu beantragen und das Thema vor Ort zu diskutieren.
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