
Netphen, 07.03.2010 01:30 Uhr
Ausströmendes Ammoniak im Sportpark Siegerland sorgte am Mittwochnachmittag für einen Großeinsatz der Feuerwehren aus Netphen. Um 14.39 Uhr wurde die Feuerwehr Netphen Alarmiert, dass hochgefährliches Ammoniak aus einem Ventil der Kühlanlage des Eisstadion austreten würde. Vermutlich ist dies geschehen bei Wartungsarbeiten durch einen Mitarbeiter des Sportparks.
Die Leitstelle der Feuerwehr Siegen löste sofort ABC-2 Alarm aus und nachdem die ersten Wehrleute eingetroffen waren, koordinierte Einsatzleiter Sebastian Reh die Einsatzkräfte. Während ein Trupp unter schweren Atemschutz und mit Spezialschutzanzügen ausgerüstet zur Schadensstelle vorgingen, sperrten andere Kräfte die Einsatzstelle im Umkreis von 150 Metern weiträumig ab. Ebenso mussten die Besucher des Fitnesscenters sowie des Tenniscenters das Gebäude sofort verlassen.
Diese hatten nicht mal Zeit, sich noch umzuziehen. Ammoniak ist sehr gesundheitsgefährlich und wird im Sportpark für die Kälteanlage der Eisbahn genutzt. Nachdem die genaue Schadenslage nicht ersichtlich war, wurde um 15 Uhr ABC-3 Alarm ausgelöst und nun waren nicht die Wehren aus Netphen, sondern auch aus Dreis-Tiefenbach, Grissenbach, Eschenbach Deuz, der ABC-Zug Siegen, der Einsatzleitwagen Eisern sowie der Gerätewagen aus Hilchenbach im Einsatz. Kreisbrandmeister Bernd Schneider, Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Born sowie Chemiefachberater Klaus Ehrmann koordinierten dann den Einsatz. Mitarbeiter des Ordnungsamtes Netphen waren ebenso vor Ort wie auch zahlreiche Helfer des DRK aus Netphen, Deuz und Weidenau. 14 Atemschutzgeräteträger wurden nach dem Einsatz vom Kreisfeuerwehrarzt untersucht.
Acht Besucher des Fitnesscenter wurden zwischenzeitlich im Foyer des Hallenbades untergebracht und warteten hier in Sicherheit auf das Ende des Einsatzes. Insgesamt befanden sich über 70 Feuerwehreinsätzkräfte, DRK, Ordnungsamt und Polizei im Einsatz.
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