
Siegerland, 30.11.2011 01:45 Uhr
Sport und soziales Engagement gehen oft Hand in Hand - die Sportfreunde Siegen und der AWo-Kreisverband Siegen-Wittgenstein haben dies nun verschriftlicht. Im Rahmen einer Kooperation wollen beide Seiten voneinander profitieren.
"Sportfreunde Siegen und die AWo stehen beide in großer sozialer Verantwortung", führte Peter Eberlein, Kreisverbands-Vorsitzender der AWo im Rahmen der Vertragsunterzeichnung aus. Die gute Zusammenarbeit der Vergangenheit gelte es nun, auf eine neue Ebene zu bringen.
Corinna Schleifenbaum, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der AWo, ging ins Detail: "Wir wollen, dass behinderte Menschen Beteiligte statt Zuschauer sind. Sie sollen beispielsweise ehrenamtliche Aufgaben im Leimbachstadion übernehmen. Für die Jugendmannschaften der Sportfreunde stellt die AWo außerdem zwei neunsitzige Fahrzeuge zur Verfügung." Im Gegenzug soll sich der Siegener Traditionsverein in Verbindung mit dem Verein Jugendförderzentrum Oberes Leimbachtal engagieren. Für die Heimspiele werden Freikarten bereit gestellt, außerdem darf die AWo auf Banden im Stadion für ihren Fahrdienst werben.
Spieler der ersten Mannschaft leiten künftig - einen genauen Termin gibt es noch nicht - einmal die Woche eine Sportgruppe einer Förderschule der AWo auf dem neuen Kunstrasenplatz. In Kooperation veranstalten AWo und Sportfreunde Siegen in den nächsten Osterferien ein Fußballcamp für Jugendliche mit Migrationshintergrund. Spieler der ersten Mannschaft wird die Möglichkeit gegeben, sich ein paar Euro nebenher zu verdienen. Beispielsweise als Fahrer des Mittagstisches. "Andreas Schäfer und Masih Saighani machen das bereits", berichtete Corinna Schleifenbaum.
SFS-Ehrenpräsident Manfred Utsch sprach von einer Kooperation, "die für beide Seiten fruchtbar sein wird". Vorsitzender Ulrich Steiner kündigte an, dass man über den Verein Förderzentrum Oberes Leimbachtal bis zum Jahr 2015 noch weitere Zusammenarbeiten mit sozialen Trägern aus dem Kreisgebiet in die Wege leiten möchte.
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