
Wilnsdorf, 03.03.2010 01:46 Uhr
Die Nachwuchs-Brückenbaumeister kommen in diesem Jahr aus Wilnsdorf. Das Schüler-Team 1 des dortigen Gymnasiums gewann die Entscheidung im Wettbewerb "Papierbrücken 2010" des Fachbereichs Bauingen-ieurwesen der Universität Siegen. Über den zweiten Platz freute sich das zweite Team aus Wilnsdorf, nur sehr knapp dahinter lagen die beiden Teams des St.-Franziskus-Gymnasiums in Olpe und eine Gruppe des städtischen Gymnasiums Lennestadt, die die Plätze drei bis fünf belegten.
Es lag knisternde Hochspannung beim "großen Belastungstest" an der Universität Siegen in der Luft, während eine Spezialmaschine unerbittlich ihren Druck auf die filigranen Brücken, die nur aus Papier und Klebstoff bestehen durften, ausübte. Bei dem Schüler-Team aus Wilnsdorf knickte das selbstgebastelte Bauwerk mit einem Gewicht von nur 193 Gramm erst ein, als das Messgerät 46,7 Kilo anzeigte. Jubel brach bei den Nachwuchs-Baumeistern aus. Immerhin hatte ihre pfiffig konstruierte Brücke die Konkurrenz damit deutlich hinter sich gelassen. Keine leichte Aufgabe, denn die Papp-Brücken der zwanzig anderen Schüler-Teams im heutigen Wettbewerb erwiesen sich bei den Belastungstests ebenfalls als ziemlich zäh, oder genauer gesagt, sehr stabil gebaut. Die Plätze zwei bis fünf lagen sehr dicht bei-einander und wurden belegt vom Team 2 aus Wilnsdorf, den beiden Teams aus Olpe und den Brückenbauern aus Lennestadt.
Auch die anderen Schülergruppen der Jahrgangsstufen 10 bis 12 aus Herborn, Altenkirchen, Kirchen, Betzdorf, Siegen (Peter-Paul-Rubens Gymnasium, Berufskolleg Technik), Olpe (St.-Franziskus-Gymnasium, städt. Gymnasium) Lennestadt, Odenthal und Bergisch Gladbach haben beeindruckende Kreativität, Durchhaltevermögen und Teamgeist bei der Lösung der Aufgabe gezeigt.
Nach den Regeln des Schülerwettbewerbs "Papierbrücken 2010", den der Fachbereich Bauingenieurwesen der Universität Siegen veranstaltet, sollten sie eine Brücke bauen, die im Verhältnis zu ihrem Eigengewicht eine möglichst große Last tragen kann. Dazu durften nur vorher festgelegte "Bau"-Mate-rialien, nämlich Papier, verwendet werden. Bewertet wurden zudem die Qualität der geforderten Dokumentation sowie die Kreativität des Entwurfs. In erster Linie steht aber bei dem Brückenbauwettbewerb, an dem sich in diesem Jahr 21 Gruppen mit rund 100 Schülern beteiligten, der Spaß am Tüfteln und Konstruieren im Mittelpunkt. Für Professor Alfons Goris vom Fachbereich Bauingenieurwesen, der diesen Wettbewerb veranstaltet, ist die große Resonanz auf den Wettbewerb der Beweis dafür, dass Schüler sich auch heute für Naturwissenschaften begeistern können.
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