
Betzdorf, 29.08.2010 01:30 Uhr
Das Betzdorfer Freiherr-vom-Stein-Gymnasium ist in diesem und nächsten Jahr eine Comenius-Schule. Im Rahmen dieses Programms, das von der Europäischen Kommission gefördert wird, wird das Gymnasium zusammen mit Partnerschulen aus dem europäischen Ausland an zwei Projekten zusammenarbeiten.
Neben dem Fachlichem, das durch die Projekte vermittelt wird, geht es im Comenius-Programm auch darum, die anderen teilnehmenden Länder samt deren Kultur und Lebensarten kennenzulernen. "Das wird eine sehr interessante Erfahrung für die Schüler", meint Jens Wöllner, unter dessen Leitung das Programm am Betzdorfer Gymnasium umgesetzt wird.
Beschäftigen werden sich die Schüler zusammen mit Jugendlichen aus Bulgarien, Ungarn, Estland, Spanien, der Türkei und Polen zunächst mit der Revolution von 1989 in Osteuropa. "Da die Idee zu diesem Thema an unserer Schule entstanden ist, sind wir hierfür der Koordinator", erklärt Jens Wöllner. Im Unterricht geht es um die Ursachen der Revolution, die Ereignisse in den Jahren 1989 und 1990 selbst, die Veränderungen, die dieser Teil der Geschichte mit sich gebracht hat, und die Konsequenzen für das heutige Europa.
Über das Internet und über Besuche werden die Ergebnisse dieser Arbeiten unter den Schulen verglichen. Außerdem soll es am Ende eine Zusammenfassung als Buch und DVD geben.
In dem zweiten Projekt, an dem das Betzdorfer Gymnasium teilnimmt und das von einer Schule aus Budapest koordiniert wird, geht es um die Bildungseinrichtung als Träger der verschiedenen Traditionen. Die Partnerschulen kommen nicht nur aus Ungarn, sondern auch aus Italien, Lettland, Bulgarien, Türkei, Polen und Frankreich, so dass sich den Betzdorfern zahlreiche Einblicke in unterschiedliche Traditionen bieten.
Insgesamt werden sich Schüler und Lehrer aus den Partnerschulen 14 Mal innerhalb dieser beiden Projekte treffen, zwei Mal wird dies in Betzdorf geschehen. "Die Treffen werden im Januar oder Februar sowie im Dezember stattfinden", so Wöllner.
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