
Friedewald, 05.02.2012 01:30 Uhr
Kann sich der Kreis in Sachen "Strom" autark aufstellen und die Energiewende aktiv mitgestalten? Welchen Spielraum lassen die rückläufigen Kreisfinanzen, um zukunftsfähige Entscheidungen im Bereich Soziales oder Umwelt zu treffen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich die SPD-Kreisfraktion - verstärkt um Mitglieder des SPD-Kreisvorstandes - bei einer Tagung auf Schloss Friedewald.
Das "Klimaschutzkonzept für den Kreis Altenkirchen" erläuterte den Genossen Lars Kober, der sich bei Kreisverwaltung mit dem Thema beschäftigt. Er ging dabei auf die Co2-Emissionen ebenso ein wie auf die Festlegung konkreter Maßnahmen zur Umsetzung kreisweiter Klimaschutzziele. Im AK-Kreis werde mehr Öl verbrannt, als im Rest der Republik, und die Gebäude seien älter als im Durchschnitt. Solche Feststellungen würden zur Bestandserhebung im Klimaschutzkonzept gehören, erklärte Kober. Daraus folge beispielsweise, dass privaten Hausbesitzern bei der Gebäudesanierung und beim Zugang zu den Fördermöglichkeiten niedrigschwellige Beratungs- und Unterstützungsangebote gemacht werden sollten. Für die Kreispolitiker ist vor allem interessant, welche Ressourcen bei der Frage der Nutzung erneuerbarer Energien noch schlummern. Für Fraktionssprecher Bernd Becker steht fest: "Wir sind als Kreis in der Pflicht, die Interessen der Kommunen zu bündeln, die Energiewende voranzutreiben und Einnahmemöglichkeiten für die notleidenden kommunalen Haushalte zu nutzen." Entsprechende Vorschläge wurden diskutiert und werden in die politische Diskussion im Kreis eingebracht.
Gemeinsam mit den Abgeordneten Sabine Bätzing-Lichtenthäler, MdB, Thorsten Wehner, MdL, und Kreisvorsitzendem Andreas Hundhausen wurden kreisrelevante Themen wie eine internetgestützte Ehrenamtsbörse, der demographische Wandel, Tagesmütter und Betreuungsplätze aber auch die Idee eines "Energieunternehmens Altenkirchen" vertieft. Bereits 2008 hatte die Fraktion einen Antrag eingebracht, wonach der Kreis sich beim Thema Energie unternehmerisch aufstellen müsse. In den kommenden Monaten will sich die Fraktion in ihren regelmäßigen Sitzungen mit weiteren Fachleuten zu den verschiedensten Politikfeldern austauschen.
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