
Siegerland, 22.03.2011 14:06 Uhr
Das Konzept ist einfach: Die Sparkassen gewähren zinsgünstige Kredite, wenn sich Hausbesitzer verpflichten, ihre Renovierung von einem heimischen Innungsbetrieb durchführen zu lassen. „Gut für die Umwelt“ heißt die Initiative, die vor zwei Jahren eher aus der Not der Finanzkrise heraus geboren wurde und sich inzwischen zum Erfolgsmodell gemausert hat.
Und warum? Weil sich regionale Partner an einen Tisch gesetzt und überlegt haben, wie sie die Angebote vor Ort zum Vorteil aller nutzen können. So einfach ist das. Man muss nicht immer gleich den Kreis quadrieren, um Erfolg zu haben. Manchmal reicht etwas Kreativität, eine gute Idee, ein schlüssiges Konzept und Beteiligte, die den Mut haben, neue und ungewöhnliche Wege zu gehen.
Kritiker mögen sowohl Sparkasse als auch Kreishandwerkerschaft ein ausgeklügeltes Geschäftsgebaren vorwerfen oder die vielen Formalitäten kritisieren, die für einen Darlehenszins von 2,57 Prozent einzuhalten sind. Aber nun gut – Geld zu verschenken hat selbst eine Sparkasse nicht.
Letztlich muss sich ein solches „regionales Konjunkturprogramm“ aber am finanziellen Erfolg messen lassen. Und der ist nur gewährleistet, wenn die Verbraucher die Angebote vor Ort auch nutzen.
Christian Janusch
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