
Fretter, 10.03.2010 01:30 Uhr
In der Fastenzeit wird an das bevorstehende Leiden Jesu gedacht. Während die katholische Kirche von "österlicher Bußzeit" spricht, titulieren evangelische Christen die vierzig Tage vor Ostern als "Passionszeit."
Konfession überschreitend verzichten Gotteshäuser auf Schmuck und festliches Ambiente. Originalton eines Messdieners: "In der Kirche ist in der Fastenzeit nicht viel los."
Viel los dagegen war zu Anfang der Fastentzeit in der St.-Matthias-Pfarrkirche in Fretter. Ein stattliches Aufgebot an Mitwirkenden hüllte den Altarraum zu Beginn der Fastenzeit in vorösterlichen Glanz.
"Kann man Patronatsfest, Messdienereinführung und erstem Fastensonntag in einer Messfeier gerecht werden? Wenn ich an die Grundvollzüge und somit an Jesu Aufträge denke, dann ist die Antwort eindeutig Ja." Pfarrer Peter Roj konnte auf vielköpfige Unterstützung bauen.
Schützenbrüder, Fahnenabordnungen, Frauengemeinschaft, Kommunionhelfer und 18 Messdiener formten die äußere Feier zum Patronatsfest zu einem anschaulichen Bild. "Liturgie, Nächstenliebe, Verkündigung und Gemeinschaft sind die Säulen, die auf dem Fundament des Glaubens stehen. Wie diese Säulen das Dach unserer Pfarrkirche tragen, so sind die Grundvollzüge auch die tragenden Elemente der Kirche als lebendige Gemeinschaft der Gläubigen. Wenn ich mich hier umsehe, dann kann ich echte Gemeinschaft erkennen."
Nach der Predigt des Pfarrverbundsleiters war Achim Habbel an der Reihe, der der Gemeinde die zehn neuen Ministranten vorstellte. Der Messdienerleiter konnte bei der Ausbildung auf die Hilfe von Beate Gopon zurückgreifen. Die Jungen und Mädchen bekamen dickes Lob. Ersten praktischen Anschauungsunterricht gab es von gestandenen Schützenbrüdern, die als Messdiener dem Pastor assistierten.
Thomas Reuter (Hauptmann), Oliver Kappen (Beisitzer), Jan Heimes und Andreas Bockheim (beide Offiziere) bauten am Altar eine Brücke zwischen Kirche und "Welt". Der Festtag wurde von Liedbeiträgen des Kirchenchores komplettiert, der mit modernem, melodischem Liedgut das Gemeinschaftsgefühl der Kirchengemeinde unterstrich.
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