"Sehr gute Chancen"

Hilchenbach möchte Luftkurort werden: Antrag soll nach Ratsbeschluss im Februar gestellt werden

Die Stadt Hilchenbach möchte das Prädikat „Luftkurort“ erneut verliehen bekommen.

Hilchenbach. Nach der Ernennung zum Erholungsort 2013 strebt die Stadt Hilchenbach nun auch an, Luftkurort zu werden. Die offizielle Antragstellung bei der Bezirksregierung Arnsberg soll nach dem Ratsbeschluss am 8. Februar erfolgen.

„Nach ersten Gesprächen mit der Bezirksregierung bestehen sehr gute Chancen, dass die Stadt Hilchenbach dieses Prädikat, welches ihr 1982 anerkannt wurde, wieder verliehen bekommt“, zeigt sich Bürgermeister Holger Menzel zuversichtlich.

Im nächsten Stadtentwicklungsausschuss am kommenden Mittwoch, 18. Januar, steht die Anerkennung als Luftkurort auf der Tagesordnung. „Neben dem Imagegewinn und besseren Vermarktungsmöglichkeiten für Hilchenbach ist einer der der größten Vorteile einer Zertifizierung als Luftkurort gegenüber dem Prädikat Erholungsort, dass Fördergelder in Form von Kurortehilfe beim Innenmisterium des Landes Nordrhein-Westfalen beantragt werden können. Diese liegen für Luftkurorte bei etwa 40.000 Euro jährlich“, heißt es in der Vorlage. Diese Förderung werde ohne direkte Zweckbindung ausgezahlt. Die Mittel sollen dem Erhalt der Kureinrichtungen dienen. Die Stadt entscheidet jedoch selbst über die genaue Verwendung.

Hilchenbach könnte zudem eine Kurtaxe erheben. Davon sieht Holger Menzel jedoch ab. Die anfallenden Kosten für das Anerkennungsverfahren in Höhe von etwa 6000 Euro sind für den Haushalt 2017 angemeldet und sollen zum Teil auch durch Sponsoring getragen werden.

Um als Luftkurort anerkannt zu werden, benötigt die Stadt ein Luftgutachten, das etwa 5000 Euro kosten soll. „Da jedoch von einer hinreichenden Luftqualität und somit einem positiven Ergebnis ausgegangen wird, reicht es aus, das Gutachten erst nach einem positiven Bescheid seitens der Bezirksregierung zu beauftragen“, so der Bürgermeister weiter.

Wichtigste Voraussetzung für die Antragstellung sei jedoch der Ratsbeschluss über die Abgrenzung des Kurgebietes. Hier soll das bereits gemeinsam mit der Bezirksregierung ausgearbeitete und in den Flächennutzungsplan eingetragene „Erholungsgebiet“ als Grundlage dienen. Nur kleine Änderungen, die aufgrund der Nähe zu Windenergieanlagen oder zu Gewerbegebieten notwendig sind, sollen noch vorgenommen werden.

Für den Frühsommer 2017 ist die Bereisung durch die Bewertungskommission geplant. Wird der Antrag daraufhin positiv beschieden, werden die Erstellung des Luftgutachtens und, sofern, erforderlich, die Änderung des Flächennutzungssplanes in die Wege geleitet. Holger Menzel: „Die Erstellung des Luftgutachtens wird ungefähr ein Jahr in Anspruch nehmen, so dass ich im Sommer 2018 den vollständigen Antrag einreichen kann.“

Gelingen alle Verfahrensschritte reibungslos, ist im im Herbst 2018 mit der Verleihung des Prädikates „Luftkurort“ zu rechnen.

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