
Lennestadt, 02.09.2010 11:15 Uhr
30 Schüler nahmen begeistert am GEO-Tag der Artenvielfalt teil Bereits zum dritten Mal untersuchen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums der Stadt Lennestadt Biotope im Kockmecker Siepen, einem schmalen Seitental der Veischede bei Bilstein.
2008 startete das Projekt im Rahmen der Projektwoche "Wir entdecken unbekannte Welten", seit 2009 findet es jährlich im Rahmen des GEO-Tages der Artenvielfalt unter der Leitung von Biologielehrer Sebastian Heim am GymSL statt.
30 Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen haben fünf Biotope untersucht und in diesem Jahr in nur 24 Stunden 238 Arten entdeckt, so viele wie nie zuvor. Neben dem Ansporn, möglichst viele Arten zu entdecken, geht es natürlich auch darum, den Wert der einzelnen Ökosysteme zu erkennen und ihre Veränderung in der Zeit zu beobachten. Das Projekt ist also langfristig angelegt.
Es handelt sich um eine Zusammenarbeit der Biologen des Gymnasiums mit der Stadt Lennestadt, die durch den Umweltbeauftragten Dr. Droste vertreten ist.
Die Schüler können im Rahmen des Projektes direkt den Artenreichtum verschiedener Biotope vergleichen.
Ganz nebenbei werden sie an ökologische Zusammenhänge wie den Einfluss abiotischer Faktoren, Wechselbeziehungen zwischen den Arten und den Einfluss des Menschen auf die Natur herangeführt. Das zweite Standbein des Projektes besteht darin, den Schülerinnen und Schülern gezielt Naturerleben zu ermöglichen. Dies geschieht nicht nur durch die direkte Begegnung mit der Natur während der Arbeitsphasen, sondern auch beim anschließenden Lagerfeuer mit Stockbrot, beim Zelten im Wald und dem nächtlichen Anlocken von Nachtfaltern mit Lichtfallen.
Die Ergebnisse präsentieren die Schüler auf einer eigenen Webseite im Internet, mit der sie nun auch am GEO-Wettbewerb teilnehmen. Alle Ergebnisse und viele Bilder sind im Internet unter www.geotag-gymsl.co.de sowie unter www.geo.de zu sehen.
"Der absolute Höhepunkt des Tages war das Auffinden eines fast vollständigen Rehskeletts, welches von der Gruppe wiederzusammengesetzt wurde. Nach dem GEO-Tag war klar, dass nächstes Jahr alle wieder mit dabei sein wollen", so Lukas Jung (11. Klasse).
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