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Sieg nach Nervenkrieg

Betzdorf, 29.08.2010 01:45 Uhr

Mit 16 Punkten Vorsprung hat das Team Rhein­land-Pfalz 1 nach fünf anstren­genden Etappen die dies­jäh­rige inter­na­tio­nale "Tour de l´Ain Cadets" gewonnen. Mit dabei war auch der für den RSC Betz­dorf fahrende Manuel Hoff­mann.

Ein Mannschaftszeitfahren und vier Straßenrennen waren zu bewältigen. Die "Tour de l´Ain Cadets" ist eine Rundfahrt im Südosten Frankreichs in der Region Rhone-Alpes für Mannschaften mit fünf Jugendfahrern. Hierbei zählt nicht die Einzelwertung, sondern man kann nur als Mannschaft gewinnen, bei jeder Etappe werden die drei Besten einer Mannschaft gewertet.

Als erstes stand ein drei Kilometer langes Mannschaftszeitfahren auf dem Programm. Hier gewann direkt das Team Rheinland-Pfalz mit 1 Sekunde Vorsprung auf ein belgisches Team. In die erste Etappe (44,9 Kilometer) startete die Equipe mit den rosa Trikots der Spitzenreitermannschaft. Über den Col de Fay, einen Berg der zweiten Kategorie, ging es nach St. Vulbas. Nach einem technischen Defekt eines Teamkollegen musste das Team ihren Mannschaftskollegen nach vorne fahren. Hier verloren sie wertvolle Sekunden, die später im Ziel fehlten. So reichte es aber noch zum zweiten Etappenplatz. Das Rosa Trikot ging an ein belgisches Team.

Die nächste Etappe (45,5 Kilometer) war relativ flach und führte von St. Trivier sur Moignans nach Trevoux. Das Rennen war sehr schnell, es wurden viele Attacken gefahren, die Belgier wollten ihr Führungstrikot gerne verteidigen, doch gelang es Manuel Hoffmann vom RSC Betzdorf auf der ansteigenden Zielgeraden unter den ersten 15 die Ziellinie zu überqueren. Mit 23 Punkten Vorsprung gewann das Team Rheinland-Pfalz die Tageswertung und durfte auf dem Siegerpodest das Führungstrikot überstreifen.

Sämtliche Attacken gekontert

Als nächstes galt es einen 2,75 Kilometer langen Rundkurs im Industriegebiet von Arbent 15 Mal zu durchfahren. Der Kurs war sehr eng mit vielen Kurven, für die 120 Starter eine große Herausforderung. Im Schlussspurt konnte das Team Rheinland-Pfalz sich gut platzieren und mit 1 Punkt Verlust auf das zweitplatzierte Team aus Luxemburg das Führungstrikot verteidigen.

Die letzte Etappe (28,8 Kilometer) ging von Anglefort am Fuße des Grand Colombier nach Belley. Die Etappe hatte ein sehr welliges Profil mit einer leicht ansteigenden Zielgeraden. Die Rheinland-Pfälzer wollten nun natürlich diese Tour gewinnen und konterten sämtliche Attacken von Mannschaften, die den Gesamtsieg noch streitig machen konnten.

Als auf der Zielgeraden ein französischer Fahrer stürzte, waren drei Fahrer aus dem Team Rheinland-Pfalz kurz dahinter. Ein Teamkollege von Hoffmann stürzte mit. Manuel Hoffmann und ein weiterer Pfälzer kamen mit den zehn Besten durchs Ziel. Der Gestürzte stand geistesgegenwärtig sofort wieder auf und überquerte so schnell wie möglich ebenfalls die Ziellinie.

Nach einer halben Stunde der Ungewissheit kam das erlösende Ergebnis: Das Team aus Rheinland-Pfalz hatte knapp gewonnen. Hoffmann kommentierte: "Für mich persönlich war es ein Erlebnis an dieser Tour mit diesem erfolgreichen Team teilnehmen zu dürfen und sicher auch der Höhepunkt für diese Saison. Wir fuhren auf den gleichen Strecken wie die uns nachfolgenden Profis, die zahlreichen Zuschauer am Straßenrand und bei den Siegerehrungen, wo wir auf dem gleichen Podest geehrt wurden wie die Profis, applaudierten. Eine so große Begeisterung für den Radsport kenne ich hier aus Deutschland nicht."

 

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