
Freudenberg, 28.12.2011 01:30 Uhr
Zahlreiche Ehrungen sowie der politische Rück-und Ausblick der Fraktionen standen auf der Tagesordnung der letzten Sitzung des Freudenberger Rates.
Traditionell begrüßt Bürgermeister Eckhard Günther die Stadtverordneten zum Jahresausklang im gediegenen Ambiente des Hotels Zur Altstadt.
Karl-Dieter Uebach erhielt aus den Händen des Bürgermeisters den Ehrenring der Stadt Freudenberg und damit eine der höchsten kommunalen Auszeichnungen. "Er ist der Inbegriff der Verlässlichkeit", brachte Günther die Verdienste seines Stellvertreters im Bürgermeisteramt auf den Punkt. Von 1970 bis 2010 war der Niederndorfer in vielen Funktionen ehrenamtlich für die Stadt Freudenberg tätig. Neben seinem Engagement für den Sport, hob Günther die Verdienste Uebachs im Hinblick auf die Städtepartnerschaft mit Mór hervor: "Er war Vermittler und Organisator unzähliger Treffen."
Als Würdigung seines ehrenamtlichen Engagement im sozialen und kulturellen Bereich erhielt Dieter Siebel die Ehrenplakette der Stadt Freudenberg. Ulrich Haas, Ursula Kray, Volker Nimke, Hans-Joachim Quast und Artur Schnell erhielten die Auszeichnung für zwölfjährige Tätigkeit im Rat.
Nach vielen lobenden Worten sparten die Fraktionsvorsitzenden in ihren Jahresrückblicken nicht mit Kritik, auch wenn Peter Kulik (CDU) zunächst die positiven Aspekte der vergangenen Monate in Erinnerung rief: Hervorzuheben seien hier die gesenkten Friedhofs- und Abfallgebühren, den beschlossenen Verkauf des Gebäudes der ehemaligen Hauptschule, aber auch das große Engagement der Vereine und ehrenamtlichen Bürgern.
Nicht zu verschweigen sei allerdings, dass die Stadt Freudenberg im kommenden Jahr "finanziell mit dem Rücken zur Wand" stehe. Die Haushaltskonsolidierung von jährlich 550.000 Euro und die Tatsache, das Freudenberg nicht vom "Stärkungspakt Finanzen" der Landesregierung betroffen sei, mache die Problematik deutlich.
80 Prozent der kommunalen Ausgaben seien inzwischen gesetzlich vorgeschriebene Sozialleistungen. Ziel müsse daher sein, "dass Freudenberg im Jahr 2022 einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen kann."
Horst Fischer (SPD) warf dem Bürgermeister und der CDU-Fraktion gleich eine ganze Reihe an Versäumnissen vor: An der "unendlichen Geschichte" Jugendgästehaus Gambachtal hätte die Verwaltungsspitze viel zu lange festgehalten. Ein in Auftrag gegebenes Personalentwicklungskonzept liege ebenso wenig vor wie der aktualisierte Brandschutzbedarfsplan. Die Chance, den Schwimmsport in Freudenberg zu sichern, hätten Bürgermeister und CDU/FDP-Fraktion "leichtfertig vertan."
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