Kinder unter den Opfern

Amoklauf an Schule in Brasilien - zehn Tote 

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An einer Schule in São Paulo (Brasilien) hat es einen Amoklauf gegeben (Symbolfoto).

Vermummte Jugendliche stürmen eine Schule nahe der brasilianischen Millionenmetropole São Paulo und eröffnen das Feuer. Nach ihrer Bluttat mit vielen Opfern töten sie sich selbst. Das Motiv: unklar.

Sao Paulo - Bei einem Amoklauf sind in einer Schule in Brasilien mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Zwei vermummte Jugendliche stürmten am Mittwoch eine Schule in der Stadt Suzano im Bundesstaat São Paulo und eröffneten das Feuer, wie die örtlichen Sicherheitsbehörden mitteilten. Sieben Schüler und ein Mitarbeiter wurden getötet. Danach nahmen die Täter sich selbst das Leben. Laut Medienberichten wurden zudem 17 Menschen bei dem Angriff verletzt.

„Ich habe gerade die traurige Nachricht erhalten, dass in der staatlichen Schule Professor Raul Brasil in Suzano Kinder brutal ermordet wurden. Ich sage alle meine Termine ab und mache mich auf den Weg nach Suzano“, schrieb der Gouverneur von São Paulo, João Doria, auf Twitter. „Ich habe sofortige Unterstützung für alle Opfer und ihre Familien beantragt. Sehr traurig.“

Amoklauf in Brasilien: Motiv unklar

Das Motiv für die Tat war zunächst unklar. Laut einem Bericht der Zeitung „O Globo“ hat die Schule im Großraum São Paulo etwa 1000 Schüler im Alter von elf bis 18 Jahren und 100 Mitarbeiter.

In dem Schulgebäude entdeckte die Polizei einen Bogen und Pfeile sowie Flaschen, die an Molotow-Cocktails erinnerten, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete. Zudem fanden die Beamten einen Koffer mit Kabeln. Ein Bombenentschärfungskommando wurde an den Tatort gerufen.

Kurz bevor die Täter in der Schule das Feuer eröffneten, war die Polizei wegen Schüssen in der Nähe gerufen worden. „Wir können noch nicht sagen, ob die Fälle im Zusammenhang stehen“, sagte ein Sprecher der Militärpolizei.

Vor Amoklauf in Brasilien: Präsident hat Waffenrecht gelockert

Brasilien ist eines der am stärksten von Gewalt betroffenen Länder der Welt. Über 60 000 Menschen werden dort jedes Jahr getötet. Zuletzt hatte der neue Präsident Jair Bolsonaro das Waffenrecht gelockert, um den Kauf von Schusswaffen zu erleichtern.

AFP/dpa

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