Polizei findet Leichnam

Deutscher Radfahrer in Mexiko vermisst: Ist er in eine Schlucht gestürzt?

Zwei in Mexiko vermisste Radfahrer aus Deutschland und Polen könnten nach Angaben der mexikanischen Polizei tödlich verunglückt sein.

Mexiko - Ermittler hätten einen Leichnam in einer Schlucht gefunden, teilten die Behörden am Freitag mit. Demnach könnten die beiden Männer auf einer gefährlichen Straße zwischen San Cristóbal und Ocosingo im Bundesstaat Chiapas die Kontrolle über ihre Räder verloren haben, sagte Staatsanwalt Arturo Liévano dem Rundfunksender Formula. "Das ist eine sehr unfallträchtige Gegend."

Schlucht ist 200 Meter tief

Die Schlucht sei etwa 200 Meter tief, die Straße sehr schmal, sagte der Staatsanwalt. Radfahrern sei dort sehr gefährlich. Die Behörden arbeiteten eng mit der deutschen und der polnischen Botschaft zusammen. Nach einem Fotoabgleich zu urteilen, könnte es sich bei dem Toten um den polnischen Reisenden handeln. Eine DNA-Test solle Klarheit bringen. Außerdem seien ein Fahrrad und ein Schuh gefunden worden, die mutmaßlich "dem deutschen Staatsbürger gehörten", sagte Liévano. Die Suche werde fortgesetzt.

Die beiden Männer waren auf Weltreise und hatten das Land mit dem Fahrrad bereist. Holger H. verschwand im südöstlichen Bundesstaat Chiapas, wie die örtlichen Behörden am Mittwoch bestätigten. Zuvor hatte der Bruder des Vermissten via Facebook um Hinweise über den Verbleib des Radfahrers gebeten, zu dem der Kontakt vor zwei Wochen abgebrochen war. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es am Donnerstag lediglich, die deutsche Botschaft in Mexiko-Stadt stehe in Kontakt mit den örtlichen Behörden sowie mit den Angehörigen des Betroffenen.

afp

Rubriklistenbild: © Google Maps

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