Vorfall in Hessen

Folter wegen Geldschulden: Gruppe lockt Mann in den Wald und quält ihn brutal

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Landkreis Darmstadt-Dieburg: Weil er ihnen Geld schulden soll, gingen vier Männer in Georgenhausen im Wald brutal auf einen 23-Jährigen los.

Ein brutaler Vorfall schockiert Hessen: Bei Darmstadt lockt eine Gruppe einen jungen Mann in den Wald. Was folgt, ist regelrechte Folter.

  • Bei Darmstadt in Hessen: Vier Männer foltern 23-Jährigen im Wald
  • Grund sind angebliche Geldschulden
  • Verdächtige wurden festgenommen
  • Polizei durchsucht Wohnungen
  • Zustand des Opfers ist unklar

Update vom Donnerstag, 07.11.2019, 16.57 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat neue Details zu der Tat in Reinheim (Landkreis Darmstadt-Dieburg) bekannt gegeben, bei der vier Männer einen anderen gequält haben sollen. Die Beschuldigten kommen demnach aus Reinheim, Ober-Ramstadt, Riedstadt und Groß-Gerau. 

Zwischen 18 und 19.45 Uhr sollen sie das Opfer am Sonntag, 03.11.2019, in eine Hütte in einem Wald gelockt haben und den 23-Jährigen dort unter anderem mit einem Schlagstock und glühenden Zigaretten gequält haben. Grund für die Folter seien angebliche Geldschulden in der Höhe von 10.000 Euro gewesen sein. Zurzeit ist noch nicht klar, ob das Opfer bleibende Schäden erlitten hat.

Brutaler Vorfall bei Darmstadt schockiert Hessen

Erstmeldung vom Donnerstag, 07.11.2019, 11.17 Uhr: Reinheim/Georgenhausen – Ein brutaler Vorfall im Landkreis Darmstadt-Dieburg schockiert Hessen: In Reinheim sollen vier Männer einen 23-Jährigen in eine Hütte im Wald gelockt und ihn dort gefoltert haben. Das berichtete das Polizeipräsidium Südhessen. Grund für die Folter sind demnach angebliche Geldschulden des Opfers. 

Die Tatverdächtigen sind nach Angaben der Ermittler 21, 32, 37 und 38 Jahre alt. Die Folter-Tat ereignete sich am Sonntag, 03.11.2019, im Stadtteil Georgenhausen. Reinheim ist eine 17.000-Einwohner-Stadt südöstlich von Darmstadt in Südhessen. Hier lotsten die Männer den 23-Jährigen in eine im Wald gelegene Hütte und bedrängten ihn. 

Darmstadt (Hessen): Männer foltern 23-Jährigen im Wald

Drei der Angreifer stehen außerdem im Verdacht, den 23-Jährigen regelrecht gefoltert zu haben. Sie seien mit einem Schlagstock auf den Mann losgegangen und hätten ihn mit Zigaretten im Gesicht verbrannt, berichtete die Polizei Südhessen. 

Die Schläger ließen demzufolge erst von ihrem Opfer ab, als dieses einwilligte, einen Teilbetrag des Geldes zu zahlen. Danach flüchteten die mutmaßlichen Räuber mit der Tasche des Mannes. 

Die Ermittler aus Darmstadt konnten die Tatverdächtigen wenige Tage später identifizieren und suchten deren Wohnungen auf. Dort nahmen sie die Männer fest. Anschließend durchsuchten die Beamten aus Hessen die Wohnungen der Verdächtigen und stellten dabei nach eigenen Angaben relevante Beweismittel für das Verfahren sicher. Die mutmaßlichen Angreifer wurden festgenommen. 

Darmstadt (Hessen): Nach Folter im Wald - Tatverdächtige in U-Haft

Am Dienstag, 05.11.2019, wurden die 21, 32 und 37 Jahre alten Tatverdächtigen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt (Hessen) einem Haftrichter vorgeführt. Inwiefern der Vierte im Bunde, ein 38-Jähriger, an der Folterung beteiligt war, ist zurzeit noch nicht ganz geklärt. 

Die drei anderen Männer müssen sich nun wegen des Verdachts des gemeinschaftlich begangenen Menschenraubs in Tateinheit mit einer schweren, räuberischen Erpressung verantworten. Die drei sitzen nun in Untersuchungshaft. 

Von Anna Grösch

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