Patient im Kinderhospiz

Polizei schreibt rührenden Brief an todkranken Jungen - und erfüllt ihm sehnlichsten Wunsch

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Der 17-Jährige fährt im Beiwagen der Polizei Bochum.

Aus einem bewegenden Grund hat die Polizei Bochum nun einen emotionalen Brief an einen 17-jährigen Patienten eines ambulanten Kinderhospizes geschrieben. Sie erfüllten dem Jungen seinen sehnlichsten Wunsch. 

Bochum - Sie jagen Einbrecher, sorgen für Recht und Ordnung auf den Straßen und klären Verbrechen auf. Der Kontakt mit todkranken Kindern aus dem Hospiz gehört jedoch nicht zur alltäglichen Arbeit der Polizei. In einem bewegenden Brief wendeten sich nun Beamte der Polizei Bochum an einen 17-jährigen todkranken Jungen.

Zu lesen sind die emotionalen Zeilen auf dem Facebook-Auftritt der Dienststelle. „Manchmal gibt es Dinge, die auch für uns nicht immer einfach sind. Deshalb wählen wir heute mal einen anderen Weg“, begründen die Beamten ihren Schritt an die Öffentlichkeit. 

Polizei Bochum wendet sich an todkranken Jungen: „Es war uns eine Ehre“

Auslöser für die ergreifenden Zeilen ist ein vorangegangener Besuch des 17-Jährigen. Der unheilbare Junge ist Patient des ambulanten Kinderhospizdienstes Ruhrgebiet in Witten, darf wenige Wochen zuvor die Polizei-Dienststelle besuchen. Für den unheilbaren Jungen geht ein großer Traum in Erfüllung.

Doch allein dabei blieb es nicht: „Dein größter Herzenswunsch, einmal mit einem Polizeimotorrad mitfahren zu dürfen...was sollen wir dazu noch sagen? Wir haben es uns nicht nehmen lassen, für dich eine Fahrt zu organisieren. Auch für uns war es ein Erlebnis, dich aus Witten abzuholen“, teilt die Polizei dem unheilbaren Jungen mit. 

17-Jähriger hat sich riesig gefreut

Auch Kinderhospiz-Leiterin Birgit Schyboll versucht den Kindern und Jugendlichen besondere Momente zu ermöglichen: „Wir können den Kindern keine Zeit schenken, aber wir können dafür sorgen, dass besondere Momente in ihre Lebenszeit fallen“. Das scheint bei dem Wunsch des 17-Jährigen geklappt zu haben: „Insbesondere deine leuchtenden Augen, als du auf dem Polizeimotorrad gesessen hast, haben uns tief berührt.“, lässt die Polizei wissen.

Obwohl Leiterin Schyboll keine Details über den Jungen verraten darf, betont sie gegenüber „DerWesten“: „Er hat anschließend zwei Stunden gejubelt und erzählt. Es war sein Herzenswunsch, mit dem Beiwagen zu fahren“. 

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