Eurovision Song Contest 2019

Heiße Österreicherin mit skurrilem Namen will zum ESC - Was steckt hinter der Frau?

+
Hyäne Fischer: Sie will für Österreich beim Eurovision Song Contest antreten.

Der Eurovision Song Contest 2019 ist wieder in aller Munde. Aktuell sorgt dafür auch eine: Hyäne Fischer. Wer ist die Frau, die Österreich unbedingt vertreten will?

Wien - 2014 hatte Österreich mit ihrer Kandidatin für den „Eurovision Song Contest“ den großen Coup gelandet. Conchita Wurst konnte mit ihrem Song „Rise Like A Phoenix“ in Kopenhagen den 59. Contest mit 290 Punkten für sich entscheiden. 

Fünf Jahre später, vor dem 64. Eurovision Song Contest in Israel, macht sich der Österreichische Rundfunk (ORF) wieder auf die Suche nach einer Kandidatin oder einem Kandidaten. Dabei sorgt jetzt eine Frau namens Hyäne Fischer - nicht zu verwechseln mit Helene Fischer - für Aufmerksamkeit. Die Bewerbung sei eingegangen, teilte der ORF mit. "Wir schauen uns das genau an, wie alle anderen Bewerbungen auch", hieß es.

Hyäne Fischer - Ihr Song: „Im Rausch der Zeit“

Ihr Song „Im Rausch der Zeit“, den die Frau gegen Ende November auf YouTube online stellte, hat seither knapp 120.000 Klicks. „Siehst du den Nebel in den Bergen stehn? Spürst du den Sturm? Er wird wieder vergehn. Hörst du den Wind? Er singt ein altes Lied“, singt sie. Weiter geht es mit Flammen im ewigen Eis und Glut, Schneeballschlachten mit Fuchskragen und Jägerhütchen, einem toten Hasen und flackernden Schwarzweiß-Bildern. Dazwischen räkelt sich die Sängerin nur mit einem kurzem Nachthemd bekleidet im Bett. 

„Mit dem Hit ‚Im Rausch der Zeit” bringt Hyäne Fischer Generationen zusammen! Von Dorf bis Hauptstadt, von Mann bis Frau, von Kind bis Großmutter: alle sind auf Augenhöhe‘, so liest es sich auf ihrer Facebook-Seite. 

Hyäne Fischer: Wer ist die Frau, die zum ESC will, eigentlich?

Unklar ist es, um wen es sich bei der jungen Frau eigentlich handelt. Laut SZ soll sie 25 Jahre alt sein.  Viel ist bisher nicht über sie bekannt. 

Der SZ zufolge erinnern der Look der 1930er-Jahre und manche Szenen im Musikvideo an die Hitler-Geliebte Eva Braun. "Der Eva-Braun-Style wird bestimmt der Bringer in Israel", schrieb ein User. Dem Wiener Stadtmagazin „Falter“ nach ist Hyäne eine Kunstfigur aus feministischem Umfeld. Aus Sicht des „Falter"-Experten Matthias Dusini ist die Botschaft des Videos alles andere als eindeutig: „Sie legen viele Fährten, aber letztlich bleibt man etwas ratlos.“

Hyäne Fischer: Nähe zur Wiener Burschenschaft „Hysteria“?

Viele vermuten inzwischen eine Nähe zur Wiener Anti-Burschenschaft „Hysteria“, einer nur aus Frauen bestehenden Burschenschaft, die Medienberichten zufolge fordert, die Rechte von Männern einzuschränken. Als Wappentier trägt „Hysteria“ eine schreiende Hyäne auf schwarzem Grund. Mit dabei ist unter anderem die Autorin Stefanie Sargnagel. Sie hatte das Video von Hyäne Fischer bereits auf Twitter geteilt und mit den folgenden Worten versehen: „Auch wenn irgendwelche ORF-Opas was anderes behaupten: Hyäne Fischer fährt zum ESC 2019 für Österreich und ‚gwinnt uns den Schas!‘“

Auch „Hysteria“ hat sich bereits über Facebook zu Hyäne Fischer und den Spekulationen um eine Verbindung geäußert: „Der enorme Einfluss der Burschenschaft „Hysteria“ führt immer wieder zu wildesten Spekulationen [...].“ Man versuche ihnen „eine Nähe zur Glitzerwelt des Showbusiness anzudichten: Diesen Vorwurf weisen wir aufs Schärfste zurück.“ Dennoch würden sie der jungen Frau viel Glück für die Teilnahme wünschen. Bisher steht eine Teilnahme allerdings noch gar nicht fest und man wird sehen, ob die junge Frau eine Chance hat.

Vorentscheid für Deutschland im Frühjahr 2019

Für Deutschlands Teilnahme an dem Contest wird es übrigens wie in jedem Jahr auch heuer einen Vorentscheid geben. Sechs Kandidaten stehen hierfür bereits fest. Moderiert wird das Event von Barbara Schöneberger.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare