Neue CD: Damian Marley: Stony Hill

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Damian Marley: Stony Hill

Damian Marley: Stony Hill (Republic Records/Universal). Der jüngste Sohn der Reggae-Legende Bob Marley klingt fast wie sein Vater, wenn er will. Man höre sich nur Damian Marleys suggestiven Gesang auf „Looks Are Deceiving“ an.

Aber das ist erst der achte Track der neuen CD „Stony Hill“, und der 39-Jährige ist definitiv kein Purist. Sein Song „Nail pon Cross“ ist geprägt von Elektronik, und im Stakkato-Sprechgesang des Raggamuffin mahnt Marley zu Toleranz und Rücksichtnahme: Man solle vorsichtig sein, wen man ans Kreuz nagle. Das vierte Album des Musikers spannt stilistisch einen weiten Bogen von der süßen Kifferhymne „Medication“ über die berührende Ballade „Autumn leaves“, die nichts mit dem zum Jazzstandard gereiften Chanson Preverts zu tun hat, bis zu Autotune-Spielen wie bei „Upholstery“. Marley beherrscht den Ton von 70er-Schmuse-Soul in „Grown & Sexy“, wo ihn wie auf mehreren weiteren Titeln sein Bruder Stephen unterstützt. Und „Slave Hill“ trifft den ergreifenden Ton der großen Peter-Gabriel-Balladen. Dann gibt‘s den mitreißenden Raggamuffin-Knaller „Caution“ mit seinen 007-Akkorden. Und nicht nur in „Everybody Wants to be Somebody“ erkennt man Marleys Inspiration, die Band Black Uhuru, mit kernigen Gitarrenlicks und souligen Backgroundsängerinnen. Ein starkes Angebot für traditionelle ebenso wie für moderner ausgerichtete Reggae-Fans.

Quelle: wa.de

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