Neue CD: Daymé Arocena: Cubafonía

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Daymé Arocena: Cubafonía

Daymé Arocena: Cubafonía (Brownswood Recordings/Rough Trade). Zur Eröffnung bietet Daymé Arocena eine Mischung aus spirituellen John-Coltrane-Rhythmen, funky Bläserriffs und pathetischen Chorlinien, kurz eine sinfonische Interpretation von Kuba.

Die 24-jährige, in Havanna geborene Sängerin legt mit „Cubafonía“ eins der tollsten Latin-Alben seit langem vor: Gleich der zweite Titel, „La Rumba me llamo yo“, greift traditionelle Rumba-Muster auf wie das Wechselspiel zwischen virtuosen Scat-Soli und treibenden Chorzeilen. Sicher wird das unter Weltmusik einsortiert, aber jeder Song hat hier besonderen Charakter, verarbeitet Klangfarben des internationalen Pop, bleibt dabei aber stets eigenständig. 

„Lo Que Fue“ ist eine Rumba-Ballade, aber mit dem großen Klang einer US-Soulproduktion. „Maybe Tomorrow“, englisch gesungen, kleidet Rhythm ‘n’ Blues mit Zitaten der 1960er in Latin-Grooves. „Negra Caridad“ verwendet Mariachi-Trompeten und Tex-Mex-Gitarren. Und funkyger als die flinke Basslinie von „It’s not gonna be forever“ kann man gar nicht sein. Und über allem eine kraftvolle Stimme, die hart wie zart beherrscht. Live zu erleben am 31.3. in Köln (Yuca), 1.4. Hamburg (Mojo), 2.4. Berlin (Berghain), 3.4. Mannheim (Alte Feuerwache). 

Quelle: wa.de

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