Neue CD: Somi: Petite Afrique

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Somi: Petite Afrique

Somi: Petite Afrique (Okeh/Sony). Es gehört Mut dazu, sich einen solchen Hit wie Stings „Englishman in New York“ so anzueignen. Somi singt in „Alien“, sie sei eine „african in New York“, und sie macht aus dem Schlager eine Ballade voll spröder Schönheit. Die 1979 in Illinois geborene Tochter afrikanischer Eltern widmet ihr neues Album ihrem Viertel im „Big Apple“, dem Klein-Afrika westlich der 116th Street.

Und sie macht wählt nicht den bequemen Weg, nicht beim Pop-Titel, nicht mit einem Stargast wie Aloe Blacc, mit dem sie in „The Gentry“ von der schicken neuen Nachbarschaft berichtet, die die Gegend übernimmt, und nun kann sie nicht mehr Schlagzeug spielen, weil das die Ruhe stört. Das präsentieren die beiden über einen jazzigen Dreiviertel-Groove mit viel Gospelflair.

Somi befasst sich mit Identität, fragt in „Black Enough“, ob sie schwarz genug sei für ihr Gegenüber, und darunter legt sie einen packenden Afro-Rhythmus mit Jazzbläsern. In „Holy Room“ singt sie ein berückendes „Allah akbar“, aber was sich wie ein heiliger Raum anfühlt, kann ebenso spirituell-religiös sein wie erotisch. Eine Platte voll berückender Klänge, mal mit sphärischen Chorpassagen, mal mit packenden Rhythmen, abwechslungsreich und herausfordernd. - Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

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