Neue CD: Victoria Tolstoy: Meet Me At The Movies

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Victoria Tolstoy: Meet Me At The Movies

Victoria Tolstoy: Meet Me At The Movies (Act). An einen solchen Klassiker muss man sich erst mal heranwagen: „As Time Goes By“, das Sam im Filmklassiker „Casablanca“ für Ingrid Bergman spielt.

Bei Viktoria Tolstoy hat man die C hance, den Song neu zu hören, mit einem coolen Neojazz-Groove, wie ihn einst die Sängerin Sade etablierte. Unter den dezent swingenden Gitarrenakkorden von Krister Jonsson versteckt sich das Piano zunächst. Aber mit seinem seelenvollen Solo veredelt Iiro Rantala eine ohnehin schon originelle Neudeutung zu einem perfekten Soundtrack für düstere Abende. Die schwedische Sängerin interpretiert auf ihrem aktuellen Album elf Songs aus großen Filmen, wobei der Schwerpunkt in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts liegt. Kein Orchester begleitet Tolstoy, sondern im Kern ein Trio, neben Jonsson Mattias Svensson am Bass und Rasmus Kihlberg an den Drums. Und oft klingt das mehr nach fluffigem Countryrock, ist der Jazzgehalt deutlich reduziert. Annie Lennox’ „Love Song For A Vampire“ zum Beispiel mit den lang ausgezogenen E-Gitarren-Linien. Seals „Kiss From A Rose“ kommt richtig rockig daher. Tolstoys große, wendige Stimme trägt auch solche Lesarten. Und schon im einleitenden „Calling You“ aus Percy Adlons „Out Of Rosenheim“ zeigt Tolstoy, dass sie auch großen Vorlagen gewachsen ist. Und Posaunist Nils Landgren verleiht als weiterer Gast dem Song mit einem schönen Solo eine neue Klangfarbe. - Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

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