Neue CD: Viviane De Farias: Vivi

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Viviane De Farias: Vivi

Viviane De Farias: Vivi (In+Out Records/InAkustik). Wie leichtfüßig Viviane De Farias in „Baiaozinho“ swingt, wie sie die Saxophon-Linie mitscattet, wie sie souverän die Tempowechsel mitgeht. Man fühlt sich in die Hochzeit des Bossa Nova zurückversetzt, ein wenig schimmert das Vorbild Elis Regina durch.

Dabei wurde „Vivi“, ein Wortspiel, weil der abgekürzte Vorname auch „Ich habe gelebt“ heißt, in den Bauer Studios in Ludwigsburg aufgenommen. Und Gitarrist Paulo Morello und Saxophonist Kim Barth, die dieses feine Album produzierten, sind allenfalls Wahlbrasilianer, haben ihre Wurzeln aber in Deutschland.

Wenn man dann noch den Gastauftritt einer Legende hat, nämlich des Posaunisten Raul De Souza, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. De Souzas Komposition „Luminosa“ ist eine wunderbar entspannte Ballade mit einem Solo, das den 82-Jährigen noch immer auf der Höhe seiner Kunst zeigt.

Viviane De Farias meistert auch die schrägen Intervalle in Hermeto Pascoals „Ginga Carioca“, und „Meu Balanco“ begeistert mit seiner Lebensfreude. Mit solcher Musik kann der Sommer kommen. - Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

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