Software-Schnäppchen – Darauf sollte man achten!

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Schnäppchen für Software gibt es sowohl im Internet als auch im regulären Handel.

In den Weiten des Internets kommen Schnäppchenjäger voll auf ihre Kosten und können fast bei jedem Produkt Ersparnisse erzielen.

Das gilt auch für Software, die auf unterschiedliche Art und Weise das Sparen ermöglicht. Bekannte Programme wie Microsoft- oder Adobe-Anwendungen, aber auch Apps können für weniger Geld erworben werden.

Microsoft und Adobe zum Schnäppchenpreis

Heutzutage gibt es wohl keinen Computer, keinen PC und kein Tablet mehr, dass nicht mindestens über eine Software-Anwendung von Microsoft oder Adobe verfügt. Das liegt vor allem an dem breitgefächerten Repertoire an Programmen, die beide Unternehmen zur Verfügung stellen. Bildbearbeitung, Videoschnitt, Schreiben oder Präsentationen gehören zur Angebotspalette dazu, haben aber in der Regel auch ihren Preis. 

Um sich allerdings nicht unnötig in Unkosten zu stürzen, lohnt es sich bei den Anwendungen der beiden Branchenführer Ausschau nach Familien, Schüler- oder Studentenversionen zu halten. In der Regel sind diese Pakete günstiger als das standardmäßige Vollprodukt. Auch andere Softwareanbieter verfahren oftmals nach diesem Prinzip. 

Meist sieht das Verfahren die Nutzung einer solchen Version für alle Mitglieder eines Haushaltes vor. Ausgenommen ist allerdings der Einsatz für gewerbliche und kommerzielle Zwecke, da es für die Art des Gebrauchs gesonderte Angebote gibt. 

Englischsprachige Versionen sind günstiger 

Sehr viele Unternehmen, die sich auf die Entwicklung und den Verkauf von Software spezialisiert haben, kalkulieren den Preis für die englischsprachige Version ihrer Anwendungen günstiger. Das gilt auch vereinzelt auch für Branchenriesen. Die Gründe liegen im größeren Absatzmarkt und die damit verbundenen höheren Absatzzahlen.  

Laut Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) beherrschen 1,5 Milliarden Menschen auf dem Planeten die englische Sprache. 375 Millionen davon sind sogar Muttersprachler. Daher verwundert es nicht, dass Unternehmen ihre Software in der englischen Version kostengünstiger vertreiben können. Durch die pure Quantität wird so oder so mehr Geld erwirtschaftet. 

In den Verkaufspreis der deutschsprachigen Versionen fließen dagegen meist die Übersetzungskosten ein, die den eigentlichen Preis in die Höhe treiben. Unabhängig vom aktuell niedrigen Kurs des Dollars für Euro-Zahler kann es also äußerst sinnvoll sein, die gewünschte Software direkt beim US-Ableger des Unternehmens oder bei einem Versand in den Vereinigten Staaten zu kaufen. In der Regel muss eine US-amerikanische Adresse angegeben werden. Hier kann auch ein wenig getrickst werden und eine Hoteladresse hinterlegt werden.

Weblogs und Schnäppchenportale 

Es existieren unzählige Weblogs, die in Communitys über aktuelle Schnäppchen und Angebote berichten. Zu den größten und beliebtesten Schnäppchen-Portalen gehört Mein-deal.com, das sich über die Jahre eine große Fangemeinde aufgebaut hat. Die Webseite wartet mit vielen unterschiedlichen Deals auf, die in vielen Kategorien anzutreffen sind. Zu diesen gehören unter anderem Smartphones, Tablets, Konsolen, Reisen und Kleidung. 

Neben den zahlreichen Angeboten werden die Nutzer auch mit Ratgebern und News über diverse Themen informiert, um sich genauer mit der Materie auseinandersetzen zu können. Die Redakteure und auch die Community selbst sorgen immer für die aktuellsten Deals. Nicht selten sorgt die große Bekanntheit des Portals für einen schnellen Ausverkauf bei manchen Schnäppchen. 

Apps für weniger Geld 

Smartphones, Tablets und auch vereinzelt Computer laufen über Apps, die zum Teil Geld verlangen. Das gilt für umfangreichere Anwendungen, für Spiele und fast immer für Vollversionen. Die erste Anlaufstelle für Apps sind der AppStore von Apple und der PlayStore von Android. Wer die Augen offen hält, kann in beiden Stores bereits das ein oder andere Schnäppchen schlagen, da Preisnachlässe offen kommuniziert werden. 

Allerdings können Verbraucher auch einen umfangreicheren und vor allem strukturierten Überblick über Deals für Apps erlangen. Einige Anbieter haben sich darauf spezialisiert, Rabattierungen für Apps auf ihrer Webseite zu dokumentieren. Die Community hat so die Möglichkeit, die unterschiedlichen Angebote wahrzunehmen.

Amazon bei populärer Software günstiger 

In der heutigen Zeit gehen Online-Käufe für Software über die digitale Ladentheke. Viele Online-Shops, die Programme und Anwendungen anbieten, ermöglichen nach der Kaufabwicklungen einen direkten Download. Damit entfallen auf den Seiten des Download-Anbieters nicht nur die Kosten für den Versand, sondern auch für die Herstellung der CD oder DVD, der Verkaufsbox und auch eventuell eines Handbuchs. 

Zählt man eins und eins zusammen, müssten die Programme logischerweise beim Download-Kauf spürbar günstiger zu haben sein. Aller Logik zum Trotz halten sich Schnäppchen auf diesem Vertriebsweg sehr in Grenzen. Vergleicht man die Download-Preise mit Box-Preise von mehreren populären Programmen bei anderen Online-Händlern, fällt speziell der preisliche Unterschied bei Amazon auf. Der Versandriese bietet die günstigsten Konditionen für beliebte Programme an, obwohl die Boxen erst ab 20 Euro ohne Versandkosten geliefert werden. 

Die Brenn-Suite Nero 9 kostet bei vielen Online-Händler im Bundle 59,90 Euro. Der Hersteller selbst liegt mit 9 Cent sogar über diesem Preis. Amazon dagegen verlangt für die Box-Version lediglich 44,95 Euro. Augenscheinlich kann das US-Unternehmen mit einem geringen Einkaufspreis hausieren gehen. 

Schnäppchen-Software aus zweiter Hand 

Ähnlich wie es sich bei anderen Dingen im Leben verhält, lässt sich bei gebrauchter Software oft ein einiges an Geld sparen. So können Angebote für Computer-Programme aus zweiter Hand zuweilen interessant sein. Zumal im Gegensatz zu Gebrauchtwagen und elektronischen Geräte wie Waschmaschinen keinerlei Verschleißerscheinungen zu erwarten sind. Die Qualität ist dadurch genau so hoch wie bei neuer Software. 

Einige Händler, sowohl stationär als auch online, bieten gebrauchte Software weit unter dem üblichen Ladenpreis an. Möglich macht es das Lizenzverfahren, mit dem heute fast jedes Unternehmen verkehrt. Es stellt eine einmalige Nutzung sicher und verhindert einen wirtschaftlichen Nachteil durch mehrfache Installation auf unterschiedlichen Geräten. 

„Das ist finanziell attraktiv, dennoch sollten Käufer genau hinschauen“, erklärt Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom). „In vielen Fällen können Software-Lizenzen nicht auf andere Nutzer übertragen werden.“ Diverse Gerichte haben den Software-Herstellern diesbezüglich sogar ein klares Mitspracherecht eingeräumt, daher sollten Verbraucher besonders vorsichtig sein. 

Kommt ein PC-Programm auf einem Original-Datenträger wie CD oder DVD, darf es nach der Nutzung weiterverkauft werden. Allerdings ist dies nur möglich, wenn der Hersteller die Übertragung im Lizenzvertrag gestattet hat. Das gilt auch für Software-Downloads aus dem Internet. Eine weitere Voraussetzung ist zudem, dass der bisherige Nutzer das Programm von seinem Rechner entfernt hat. Ansonsten ist der Weiterverkauf nicht rechtens.

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