Mitarbeitermotivation

Cook-Pleite: Reisebüro-Mitarbeiter bald arbeitslos?

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Wie bringen Reisebüro-Chefs ihre Mitarbeiter nun durch diese Krise?

Nach der Insolvenz von Thomas Cook geraten nun die Reisebüros ins Straucheln. Doch aus der Krise können die Chefs ihre Mitarbeiter gestärkt herausholen. Ein Coach zeigt, wie.

Thomas Cook ist insolvent gegangen. Das betrifft nun viele Menschen, die in der Tourismusbranche arbeiten. Zum Beispiel beginnen jetzt harte Zeiten für viele Reisebüros. Doch steckt in der Krise möglicherweise auch eine Chance? Wie könnten sich die Reisebüros jetzt motivieren?

Thomas Cook-Insolvenz: Die Pauschalreise ist dadurch nicht in Gefahr

Die Insolvenz von Thomas Cook trifft viele hart. Manche Touristiker sehen sogar die Pauschalreise generell in Gefahr, da auch das Vertrauen der Reisenden in diese Reiseform angeknackst ist. Der Reisebüro-Coach René Morawetz jedoch ist davon überzeugt, dass das Produkt Pauschalreise eine Zukunft hat. "Die Erfahrung zeigt doch, dass die Menschen schnell vergessen. Wie oft sind Urlauber aufgrund politischer Probleme schon nicht mehr in die Türkei, nach Ägypten oder auch nach Griechenland gefahren? Davon spricht heute kaum noch jemand. Im Gegenteil, die Länder sind heute wieder beliebte Ziele."

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Reisebüro-Chefs müssen Mitarbeiter richtig motivieren

In solch extremen Situationen, wie sie Reisebüros derzeit erleben, seien besonders die Chefs in ihrer Vorbildfunktion gefordert, ihre Mitarbeiter weiter zu Motivieren. Zum Beispiel, indem er ihnen etwas verspricht, wie eine Essenseinladung, wenn das Projekt erfolgreich beendet wird. "So lässt sich der Teamspirit fördern. Auch kleine Gesten können schon helfen. Ein kleiner Umtrunk im Reisebüro am Ende eines Arbeitstages etwa", sagt Morawetz.

Thomas-Cook-Pleite: Touristen verklagen Staat

Call-Center-Mitarbeiter sind mit Touristen-Anrufen überfordert

Außerdem steckt ja bekanntlich in jeder Krise eine Chance. Der Reisebüro-Coach meinte gegenüber dem Fachverlag für Medien der Tourismusbranche FVW, dass er derzeit ein noch viel größeres Problem für die Online-Portale sieht als für die Reisebüros. "In den Reisebüros sitzen zumeist Menschen, die sehr gut ausgebildet sind in Sachen Beratung und Verkauf. Das ist in den Call Centern vieler Online-Portale nicht der Fall. Diese Call-Center-Mitarbeiter werden jetzt überrollt von den Anfragen der Kunden – sofern die Kunden überhaupt telefonisch durchkommen." Insgesamt könne der stationäre Vertrieb sogar gestärkt aus dieser Krise hervorgehen.

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vro

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