Behaglich und gemütlich

Das Zuhause wohnlich einrichten

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Ein klares Stil- und Farbkonzept machen aus einem Raum eine Wohlfühl-Oase.

Kleine Veränderungen reichen oftmals schon aus, um aus den eigenen vier Wänden eine richtige Wohlfühl-Oase zu machen, in der man nach einem anstrengenden Arbeitstag wieder Kraft schöpfen kann.

Viele wünschen sich mehr Behaglichkeit in ihrem Zuhause. Sie fühlen sich nicht so richtig wohl, gleichzeitig fehlt oft das nötige Geld, um eine neue Einrichtung zu kaufen oder groß zu renovieren. Dabei ist es gar nicht so schwer, dem eigenen Zuhause eine neue Atmosphäre zu verpassen und sich wieder richtig heimisch zu fühlen. Meist tun es schon ein paar kleine Veränderungen.

Ordnung schaffen

Ein erster wichtiger Schritt in Richtung wohnliche Einrichtung heißt: Ordnung schaffen. Für die meisten ist das eine eher leidige Aufgabe, die aber nötig ist, um aus einem Haus ein Zuhause zu machen. Ein Raum sollte generell nicht zu vollgestopft sein, aber auch nicht zu leer. In beiden Fällen geht jegliche Gemütlichkeit verloren.

Freie Flächen sind beruhigend für die Augen. Schon allein deswegen lohnt es sich, wenn man sich die Wohnräume genau anschaut und überlegt, was drinbleiben soll und was getrost ausgemistet werden kann. Wer zu viel Deko hat, sollte einen Teil auf dem Dachboden oder im Keller verstauen und die Raumdeko von Zeit zu Zeit austauschen.

Ordnung schaffen bedeutet aber auch, die Zimmer stilistisch zu räumen und Überflüssiges zu entfernen. Nur die wenigsten verfolgen in ihrer Einrichtung eine klare Linie und beschränken sich auf einen Wohnstil. Gegen einen Mix aus maximal drei Stilen ist nichts einzuwenden, aber ein zu großer Mischmasch lässt einen Raum schnell unruhig wirken. Keine gute Basis, um sich zu erholen.

Besser ist ein klares Farb- und Stil-Konzept, in das sich gern Einzelstücke aus anderen Stilen mischen dürfen, wie etwa Erbstücke, Flohmarktfunde oder andere Besonderheiten. Sie verleihen dem Raum eine persönliche Note. Auch die Materialien der Möbelstücke sollten in etwa zueinander passen.

Das Spiel mit den Farben

Die farbliche Gestaltung eines Raumes hat mehr Einfluss darauf, wie der Raum auf uns wirkt, als man so meinen könnte. Um einen Raum anders wirken zu lassen, muss man aber nicht gleich das ganze Zimmer neu streichen. Eine einzelne Wand, die einen farblichen Akzent setzt, sorgt für einen komplett neuen Eindruck.

Grundsätzlich lassen dunkle Farben einen Raum kleiner wirken und sollten daher besonders in Räumen, die an sich schon nicht allzu groß sind, äußerst sparsam eingesetzt werden. Sehr helle Farben dagegen machen einen Raum optisch größer und weiter.

Einzelnen Farbtönen werden bestimmte Eigenschaften nachgesagt, die sich auf die Stimmung in einem Raum auswirken. Rot sorgt für Vitalität und Energie, die Farbe ist sehr auffällig und sollte daher mit Bedacht eingesetzt werden. Orange strahlt Gemütlichkeit und Geselligkeit aus und schummelt optisch mehr Licht in einen Raum. Gelb erinnert an die Sonne und sorgt als Wandfarbe für mehr Lebensfreude und Konzentration. Blau wirkt entspannend und ist damit optimal für das Schlafzimmer, auch braune Wände haben eine beruhigende und ausgleichende Wirkung.

Das Raumklima verbessern

Zimmerpflanzen setzen mit ihrer grünen Farbe tolle Akzente und bringen automatisch mehr Frische und Gemütlichkeit in einen Raum. Auf diese Weise sorgen sie gleich in mehrfacher Hinsicht für ein besseres Raumklima: Zimmerpflanzen werten einen Raum optisch auf und verstoffwechseln das Kohlendioxid, das wir ausatmen, zu Sauerstoff. Für einen frischen Duft im Raum sorgen Pflanzen wie die Zitronenmelisse, Narzisse oder Hyazinthen.

Dafür erhöhen Drachenbaum, Zyperngras und Grünlilie durch Verdunstungen aus der Pflanzenerde die Luftfeuchtigkeit in einem Raum. Manche Zimmerpflanzen sind sogar dazu in der Lage, Schadstoffe aus der Luft zu filtern. Diese entstehen durch die Ausdünstungen der Inneneinrichtung (behandeltes Holz, Lacke, Farben etc.).

Man kann das Raumklima zusätzlich dadurch verbessern, dass die einzelnen Räume die richtige Temperatur haben. Wohn- und Arbeitsräume sollten 20 bis 22 Grad warm sein, für das Bad sind etwa 22 Grad angemessen. In der Küche darf es mit 17 bis 18 Grad gern etwas kühler sein, da Herd und Kühlschrank zusätzlich Wärme abgeben. Auch im Schlafzimmer sind 18 Grad vollkommen ausreichend. Wenn es dort zu warm oder zu kalt ist, wirkt sich das negativ auf die Schlafqualität aus.

Den Raum in das richtige Licht rücken

Die richtige Beleuchtung eines Raumes bringt automatisch mehr Behaglichkeit und Wohlfühlen mit sich. Am besten ist es, verschiedene Lichtquellen, die aufeinander abgestimmt sind, in einem Raum zu platzieren. Je nach Raum wird außerdem eine andere Lichttemperatur benötigt.

In Räumen wie der Küche, dem Bad und dem Arbeitszimmer braucht man gute Sicht für die Handgriffe, die dort getätigt werden. Daher ist hier eine helle Beleuchtung wichtig. Auch im Schlafzimmer muss es hell genug sein, jedenfalls im Bereich des Kleiderschranks. Dazu kommen dimmbare Tisch- oder Stehleuchten, die direkt neben dem Bett platziert werden und als gemütliche Leselampen dienen.

Generell bietet es sich in einigen Räumen an, direktes und indirektes Licht für eine angenehme Stimmung im Raum miteinander zu vermischen. Im Wohnzimmer braucht man für verschiedene Gelegenheiten eine andere Beleuchtung.

Für einen Abend zusammen mit Freunden oder der Familie am Tisch sollte das Licht warm, aber hell genug sein. Für gemütliche Stunden auf dem Sofa schafft eine indirekte Beleuchtung aus mehreren Lampen die passende Atmosphäre im Raum. Kerzen sind als indirekte Beleuchtung nicht wegzudenken und vielfältig einsetzbar. Ihr flackerndes Licht ist ein Garant für Gemütlichkeit in einem Raum.

Dekoration zum Wohlfühlen

Was die Dekoration eines Raumes betrifft, gilt immer die Devise: Weniger ist mehr. Durch zu viele Deko-Elemente wirkt ein Raum überladen und vollgestopft. Doch das richtige Maß trägt maßgeblich zu mehr Gemütlichkeit bei.

KISSEN: Kissen sind ein absolutes Muss, wenn es darum geht, aus einem Raum eine Wohlfühl-Oase zu machen. Besonders auf Sofas und Sesseln im Wohnzimmer oder auf der kleinen Sitzbank im Flur dürfen Kissen nicht fehlen. Sie machen das Sitzen komfortabler und sehen dazu noch schön aus. Es gibt sie in den verschiedensten Farben und Mustern, mit denen sich jeweils die gewünschten Akzente setzen lassen.

DECKEN: Für einen gemütlichen Abend auf dem Sofa dürfen Decken natürlich nicht fehlen. Sie spenden wohlige Wärme und sorgen in einem Raum gleich für eine wohnlichere Atmosphäre.

PERSÖNLICHE FOTOS: Fotos verleihen jedem Raum eine individuelle Note und lassen sich mit einfachen Mitteln gekonnt in Szene setzen. Am besten wirken Fotos, wenn sie unterschiedlich groß sind und gleich mehrere davon an einer Wand angebracht werden. Bilderrahmen, die ähnliche Farben und Stile haben, machen aus dem bunten Mix ein stimmiges Gesamtbild.

Vasen, Kerzen und andere Accessoires spielen bei einer gemütlichen Einrichtung ebenfalls eine große Rolle. Schriftzüge als Wandtattoos setzen Statements in einem Raum und vermitteln inspirierende Botschaften.

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