„Wir wollen die Wetterlage ausnutzen“

Baumaßnahme des Neubaugebietes "Birlswiese II Teil 2“ in Nauroth gestartet

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Ortsbürgermeisterin Gabi Heidrich inmitten von Vertretern des Katasteramtes, des Bauamtes, der Firma Koch, dem Planungsbüro und von Energie Netz Mitte beim symbolischen Spatenstich.

Nauroth - Nauroth ist bei Bauwilligen beliebt und die Ortsgemeinde tut das ihrige dazu, um die Nachfrage zu befriedigen. Nach dem Abschluss des ersten Bauabschnitts der Birlswiese II 2004, deren Bauplätze inzwischen fast komplett belegt sind, startete am Dienstagmorgen mit dem symbolischen Spatenstich die Baumaßnahme des Neubaugebietes Birlswiese II Teil 2“ sowie dem Endausbau der Straße „In den Weiden“, wie in der Ratssitzung Ende Juli beschlossen. Das Neubaugebiet liegt im Süden der Gemeinde.

35 Bauplätze in einer Größe zwischen 600- und 1.100 Quadratmeter sollen auf dem derzeit größten, neu erschlossenen Baugebiet in der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain entstehen. Der Kostenrahmen beläuft sich auf rund 1.200.000 Euro (Straßenbau mit Kanal und Wasser), der Quadratmeterpreis ist günstig, er beträgt 55 Euro inklusive aller Erschließungsmaßnahmen.

Symbolische Übergabe

Mit der symbolischen Übergabe des Umlegungsplanes durch den stellvertretenden Vorsitzenden des Umlegungsausschusses, Obervermessungsrat Günter Steudter vom Katasteramt an die Ortsbürgermeisterin Gabi Heidrich, hatte die Ortgemeinde grünes Licht für die erforderlichen Erschließungsmaßnahmen gegeben. Aufgrund der ausgezeichneten Kooperation zwischen den beteiligten Behörden konnte das komplexe Verfahren in relativ kurzer Zeit zum Abschluss gebracht werden. Das Baugebiet umfasst eine Fläche von rund 3,9 Hektar mit 38 Baugrundstücken von denen sich 26 im Eigentum der Gemeinde befinden.

Zehn der Baugrundstücke sind bereits fest reserviert. Die Ortsgemeinde möchte an den Bauplätzen nichts verdienen, so Ortsbürgermeisterin Gabi Heidrich. „Wir freuen uns wenn junge Leute hier bauen“. Dass das Interesse groß ist, zeigt sich daran, das junge Naurother zurückkommen und sich Grundstücke reserviert haben.

Das Verfahren war im Vorfeld nicht einfach, so Martin Schäfer, Leiter des Bauamtes Das Bebauungsgebiet Birlswiese II beinhaltet den ersten Abschnitt dessen Endausbau jetzt geplant ist. Ursprünglich sah der Bebauungsplan alles in einem vor. Damals habe man nicht absehen können, dass der 2. Teil so schnell komme, so Martin Schäfer. Vor zwei Jahren sei deshalb mit der Umlegung des zweiten Abschnitts begonnen worden. Die ursprünglichen Parzellen, die Wiesen und Ackergrundstücke in Baugrundstücke zu verwirklichen, was der Umlegungsausschuss des Katasteramtes mache, das sei ein Riesenaufwand.

"Alles ging problemlos über die Bühne"

Insgesamt 56 Beteiligte/Berechtigte mit Wohnsitzen in ganz Deutschland sowie Australien, dort lebt einer der Berechtigten, waren in 20 Eigentümergemeinschaften am Verfahren beteiligt. Mit ihnen musste vor der Umlegung der Wert des jeweiligen Grundstücks verhandelt werden. Das Verfahren ist unanfechtbar, mit Bekanntmachung der Unanfechtbarkeit gehen die alten Grundstücke unter und die neuen Bauplätze entstehen. Auch wenn das Grundbuch noch nicht geändert ist, ist die Gemeinde ab diesem Zeitpunkt der Eigentümer der 26 Bauplätze. Solch ein Verfahren kann eine Zeit von einem Jahr bis zehn Jahren dauern.

„Wir waren relativ schnell durch, alles ging problemlos über die Bühne“, so Martin Schäfer. Ralf Groß ergänzt: „Wir wollen die Wetterlage ausnutzen und die Baustraße voranbringen. Anschließend beginnen wir mit den Kanalarbeiten. Optimal ist auch, dass hier die elektronische Vermessung möglich ist, das Ausschachten kann über GPS erfolgen.“ Geplant ist, dass die Bauarbeiten bis Mitte nächsten Jahres übe die Bühne gehen.

Bei Interesse an einem der Bauplätze gibt die Ortsgemeinde unter Nauroth-Westerwald.de Auskunft.

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