Hilfe für Tschernobyl

Auch in diesem Jahr hat die Tschernobyl-Nothilfegruppe der Caritas wieder eine Lebensmittelpaket-Aktion für bedürftige Menschen im weißrussischen Bychow geplant.

Zum orthodoxen Weihnachtsfest sollen arme Menschen, beispielsweise Bezieher von Mindestrenten, Menschen mit Behinderungen sowie kinderreiche Familien und Alleinerziehende ein Lebensmittelpaket erhalten.

Die Lebensmittel werden in der belarussischen Hauptstadt Minsk eingekauft und zusammengestellt. Im Lebensmittelpaket sind Nudeln, pflanzliches Öl, Mehl, Reis, Buchweizen, Mais, grüne Erbsen, Kekse, Schokolade, Kaffee, Tee und Zahnpasta im Wert von 15 Euro enthalten.

Bychow, die Partnerregion der Caritas, liegt im Osten Weißrusslands, südlich von Mogilev. Das Gebiet ist von der Tschernobyl-Katastrophe stark betroffen. In der Stadt Bychow lebten Anfang der 90er Jahre noch etwa 33.000 Menschen, heute sind es knapp 20.000. Zwar gibt es einige asphaltierte Straßen, einen Supermarkt und ein renoviertes Gasthaus und das Krankenhaus wurde vergrößert, der Alltag jedoch ist von Entbehrungen geprägt. Das Leben in der Provinz ist hart. Die demografische und die wirtschaftliche Entwicklung stellt die Menschen vor große Probleme. Schwerer jedoch wiegt die radioaktive Kontaminierung.

Ferienerholung bereits geplant

Herzlich bittet die Tschernobyl-Nothilfegruppe um Geldspenden zur Durchführung der Lebensmittelpaket-Aktion auf das Konto des Caritasverbands. Für das Jahr 2011 sind bereits die Ferienerholungsmaßnahme für die Tschernobylkinder und ein Jugendprojekt geplant. Die Kinder aus Bychow, Tschetschersk und Minsk werden vom 30. Juli bis 28. August 2011 in der Region sein. Gastfamilien werden gebeten, sich bereits jetzt mit dem Caritasverband in Betzdorf, Wagnerstraße 1, in Verbindung zu setzen. Ansprechpartnerinnen sind Sandra Büdenhölzer, Tel.: 02741/936551 oder Anja Schneider-Schuhen, Tel.: 02741/976033.

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