Mit Mangos helfen

Ministerin Annette Schavan unterstützt die Aktion Schutzengel gegen Kinderprostitution und Sextourismus. Sie lies sich mit vielen Mitarbeitern in ihrem Ministerium fotografieren.

"Lassen Sie sich vom Leid der Kinder anrühren, die sich aus Armut und Not prostituieren müssen, um zu Überleben." Mit dieser Bitte gewann Hermann Reeh vom Weltladen Betzdorf auch die Unterstützung von Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, für die Aktion Schutzengel gegen Kinderprostitution und Sextourismus.

In ihrem Ministerium in Bonn lies sie sich mit vielen Mitarbeitern für die Aktion fotografieren, die auch die getrockneten Mangos kauften. "Ihr Foto und Mangos können helfen", so wirbt der Weltladen Betzdorf bei vielen Menschen um Unterstützung der Aktion Schutzengel. Der Kauf von getrockneten Mangos ist eine Möglichkeit, um eine der wesentlichen Ursachen für Kinderprostitution - extreme Armut - zu beseitigen. "Wer Kinderelend und damit auch Kinderprostitution langfristig beseitigen will, muss für ein existenzsicherndes Einkommen der Eltern sorgen, zum Beispiel mit dem Kauf der Mangos", so Hermann Reeh.

Der Empörung Ausdruck verleihen

Diese exotischen Früchte kommen von den Philippinen, werden dort von Kleinbauernfamilien angebaut. Für die Früchte erhalten sie einen fairen Preis, der es ihnen ermöglicht, ihre Familien zu ernähren, zu kleiden, für eine Unterkunft zu sorgen, medizinische Versorgung in Anspruch zu nehmen und den Kindern eine Schul- und Berufsausbildung zu finanzieren sowie Rücklagen für Notfälle und Altern zu bilden. Mit einem Foto kann man seiner Empörung über Kinderprostitution und Sextourismus Ausdruck verleihen.

Das katholische Hilfswerk missio sucht bundesweit 400.001 Menschen, die mit ihrem Foto zeigen, dass sie Kinderprostitution, Mädchen- und Frauenhandel entschieden ablehnen. Diese Zahl wurde ausgewählt, weil jährlich 400.000 deutsche Männer als Sextouristen in die Länder des Südens reisen und dort auch Kinder sexuell missbrauchen. "Bei dieser Aktion", so Hermann Reeh, "geht es um die öffentliche Aufforderung zur Beachtung von Kinderrechten. Und da die sexuell missbrauchten und verletzten Kinder ihre Rechte selbst nicht äußern und durchsetzen können, geht es um die stellvertretende Anwaltschaft, die ja auch zum Wesen der Menschenrechte gehört." Ministerin Annette Schavan dankte Hermann Reeh für dessen Einsatz und wünschte ihm "weiterhin viel Erfolg mit dieser guten und wichtigen Aktion". "Die Mangos", so die Ministerin, "schmecken köstlich."

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