Musikwerkstatt in Bruche: Kinder bastelten fantasievolle Figuren

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Bruche. Der Fußballer aus Holz ist originell: Der zukünftige Profi Kwame Yeboah von Borussia Mönchengladbach kann sich geehrt fühlen. Künftig wird er, trotz vielleicht nicht gerade frappierender Ähnlichkeit, entweder das Zimmer seines jungen Holzschnitzers oder einen Vorgarten zieren. Im Rahmen des Ferienspaßprogramms der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain erlernten in dieser Woche 15 Kinder unter der Anleitung des Ehepaars Eduardo Cisternas und Michaela Weyand aus Birken-Honigsessen in der „Musikwerkstatt“ das kunstvolle Arbeiten mit vielerlei Materialien.

Aus allem, was im Wald rund um die Brucher Grillhütte gefunden wurde, entstanden kleine Kunstwerke. Fünf Tage lang wurde gehämmert, gesägt, gebohrt und geklopft. Der achtjährige Joshua hat ebenfalls mit Feuereifer an einer Holzskulptur gearbeitet. Mit Hilfe eines Meißels verpasste er seiner Figur Augen, Nase und Mund. Kronkorken, die mittels Draht an einer Astgabel montiert sind, wurden Töne entlockt. Ob Ratschen mit Tierkopf, Anhänger oder fantasievolle Holzflöten, jedes Teil ist ein Unikat. Auch die ökologische Funktion des deutschen Waldes wurde den Kindern nähergebracht. Beliebt ist ebenfalls das Waldquiz, bei dem Tiergeräusche und Blätter zugeordnet werden müssen. Gestern Nachmittag endete der Kurs. Vorher gab es aber noch einen Spielenachmittag mit Spielen, die sowohl in Chile als auch in Deutschland bekannt sind. Dazu gehört das Murmelspiel ebenso wie der Eierlauf, dieses Mal wurden allerdings statt Eiern Kartoffeln genommen. Anschließend konnten die Eltern ihre Kinder und deren Kunstwerke in Empfang nehmen. Falls sich im Keller oder auf dem Dachboden nicht benutzte Hobelbänke oder Werkzeuge finden, die für Holzarbeiten geeignet sind und nicht mehr benötigt werden, Eduardo Cisternas und Michaela Weyand können die Sachen für ihre Arbeit gebrauchen und holen sie auch persönlich ab

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