Viele kreative Ideen

Der 'Uferpark'-Entwurf von Dr. Monika Nadrowska sieht Gestaltungsräume mit Zugang zum Wasser vor.

Um dauerhaft im interkommunalen Vergleich bestehen zu können, ist es für Städte und Kommunen wichtig, sich deutlich zu positionieren und klare zukunftsorientierte Strategien und Ziele zu verfolgen. Ein Alleinstellungsmerkmal muss gefunden werden, um die Menschen in den Gemeinden zu halten und Besucher aus der Region anzuziehen.

Aus diesem Grund ist die Stadt Betzdorf kürzlich einen ganz besonderen Weg gegangenen: Sie hat den Ideenwettbewerb "Masterplan 2020" ins Leben gerufen und sich so originelle Ideen für die Zukunft gesichert.

Beim Wettbewerb waren Privatpersonen, Schüler und Studenten sowie gewerbliche/freiberufliche Personen aufgerufen, der Stadt ihre Ideen mitzuteilen, wie Betzdorf im Jahr 2020 aussehen soll. 56 Vorschläge wurden eingereicht - nicht nur von den Betzdorfern selbst, sondern von Interessierten aus ganz Deutschland. Eine Jury, die aus Mitgliedern der Verwaltung und der Politik sowie einem freien Beirat bestand, kürte in diesen drei Kategorien sechs Gewinner. Oftmals im Mittelpunkt standen Betzdorfs "Problemzonen", die Bahnbrachen, aber auch die Chancen der Sieg wurden thematisiert.

Beispielweise analysierten Sinje Beck und Roger Fiedler aus Betzdorf, die den ersten Platz bei den Privatpersonen belegten, die gegenwärtige Situation Betzdorfs und zeigen anhand verschiedener Szenarien mögliche Gegebenheiten im Jahr 2020 auf. Sie stellen Betzdorfs Vernetzungsstruktur in den Mittelpunkt und liefern viele Beispiele für eine zukünftige Nutzung beispielsweise der Bahnbrachen oder der Sieg.

Bahnbrachen und Sieg

Im Bereich Schüler/Studenten belegten zehn Schüler der Klasse 10 des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums Betzdorf unter Lehrerin Alexandra Bones-Winter den ersten Platz. Sie hatten sich im Erdkundeunterricht mit dem "Masterplan" beschäftigt und überlegten sich Gestaltungsmöglichkeiten für die Bahnbrache im Bereich der Ladestraße. Unter anderem könnten sie sich einen japanischen Garten oder ein Museumscafé vorstellen.

Bei den gewerblichen/freiberuflichen Teilnehmern hat Dr. Monika Nadrowska aus Weyme gewonnen. Sie will in ihrem Entwurf "Uferpark" anhand von 19 "Blauen Gärten" Gestaltungsräume mit Zugang zum Wasser schaffen. Außerdem soll die Bahnbrache zu einer grünen Mitte werden.

"Der Masterplan ist ein Wettbewerb, der Betzdorf weit über die Grenzen der Verbandsgemeinde bekannt gemacht hat", ist sich Bürgermeister Bernd Brato sicher. Nun soll aufgrund der sechs Gewinner-Arbeiten ein Strategiepapier entwickelt werden, das nach und nach umgesetzt wird.

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