Wäschenbach gab Schlüssel für seinen "Regierungssitz" ab

Wallmenrother Jecken nahmen erstmals das Glockenhäuschen ein

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Wallmenroth. Das Glockenhaus in Wallmenroth befindet sich seit dem heutigen Altweiber-Donnerstag erstmals fest in närrischer Hand – die Wallmenrother Möhnen samt Kindergartenkinder eroberten um 9.11 Uhr den wohl kleinsten „Regierungssitz“ in der Region.

"Der Bürgermeister und auch alle Ratsmitglieder gelten mit sofortiger Wirkung als abgesetzt"- zumindest bis Aschermittwoch. Karina Sahm verlas vor dem Rathaus elf Paragrafen, an die sich Bürgermeister und Ratsmitglieder über die närrischen Tage möglichst halten sollten. Unter anderem sollen nämlich sämtliche Gelder gegen Sekt und Kamelle getauscht, die Krawatten abgeschnitten und endlich ein einheitlicher Schlachtruf für Wallmenroth gefunden werden. Zudem sollen die männlichen Mitglieder des Rates eine Straßensammlung veranstalten, um die Getränke- und Kamelleversorgung für die nächste Session zu sichern.Zum Zeichen der Kapitulation überreichte Ortsbürgermeister Michael Wäschenbach den Möhnen zuguterletzt noch den Schlüssel für das Glockenhäuschen und ließ sich traditionsgemäß die Krawatte kürzen.

Die Stürmung des Wallmenrother Verwaltungssitzes stand in diesem Jahr erstmals auf dem närrischen Programmzettel, weil die traditionelle Messe, die wöchentlich donnerstags und samstags im Wechsel stattfindet, in dieser Woche erstmals auf den Samstag fällt, wie ein Mitglied der örtlichen kfd erklärte. Im Anschluss fanden sich die Narren zum traditionellen Altweiberfrühstück der kfd-Frauen mit Musik und Tanz in der Unterkirche ein.

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