Rückblick auf ein besonderes Jahr

Bilanzsumme nochmals gesteigert: Sparkasse Burbach-Neunkirchen legte Zahlen für 2016 vor

Wolfgang Franz (l.), Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Burbach-Neunkirchen, und Vorstandsmitglied Frank Podehl sind mit dem Jubiläumsjahr 2016 zufrieden.

Burbach/Neunkirchen. „2016 war ein besonderes Jahr für uns“, fasste Wolfgang Franz als Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Burbach-Neunkirchen bei der Jahrespressekonferenz am Donnerstag die vergangenen zwölf Monate zusammen.

Am 10. November 1866 öffneten sich erstmalig die Pforten der „Amtssparkasse Burbach“, wie sie seinerzeit noch hieß. Das 150-jährige Jubiläum wurde das ganze Jahr über mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen gewürdigt. „15 Jahrzehnte sind eine lange Zeit, und manch ein Jubilar kommt sicherlich schon viel früher in die Jahre“, so Franz mit einem Augenzwinkern. Die Sparkasse Burbach-Neunkirchen dagegen trete nach wie vor so jung und frisch auf wie am Tag ihrer Gründung. Franz: „Wir haben neue Entwicklungen stets aktiv aufgegriffen und flexibel darauf reagiert. Das macht uns so erfolgreich.“

Dieser Erfolg schlägt sich in den aktuellen Zahlen nieder: So nahm die Bilanzsumme, die aktuell bei rund 580 Millionen Euro liegt, noch einmal zu. Ein besonderer Fokus lag in 2016 auf dem Thema Zahlungsverkehr. „Neue technische Möglichkeiten verändern unseren Alltag und damit auch die Art und Weise, wie wir bezahlen“, so Wolfgang Franz. Immer mehr Kunden nutzten die Möglichkeit des Online oder Mobile Bankings. Girocard und Kreditkarte werden in diesem Jahr für das kontaktlose Bezahlen „aufgerüstet“– ein weiterer Schritt in Richtung des „Mobile Payment“ per Handy. Insgesamt 720 Kreditkarten setzte die Bank im vergangenen Jahr ab, vor allem damit verbundene Mehrwerte wie Versicherungen oder Reise-Services kurbelten den Vertrieb an.

Klassische Sparformen nach wie vor gefragt

Auf der Passivseite der Bilanz erfreuten sich dem niedrigen Zinsniveau zum Trotz klassische Sparformen eines hohen Kundeninteresses: Normalverzinsliche Spareinlagen legten um 14 Prozent zu, kapitalmarktorientierte Anlagen verbuchten ein Plus von 17 Prozent. Auch Wertpapieranlagen waren weiterhin gefragt. „Wir weisen unsere Kunden immer wieder darauf hin, dass ihr Geld in Zeiten niedriger Zinsen ,stillzustehen’ droht“, zitierte Franz die Initiative „Anlegen statt stilllegen“ des Fondsanbieters Deka.

„Um auf die niedrigen Zinsen zu reagieren, sollte die persönliche Finanzplanung an die aktuellen Herausforderungen angepasst werden.“ Kaufkraftverlust könne nur vermieden werden, wenn ein realer Vermögenszuwachs erzielt werde. Gefragt seien daher Anlagen, die Chancen auf eine höhere Rendite bieten. Mit einem Wertpapier-Nettoabsatz von knapp 50 Millionen Euro belegte das Institut den ersten Platz im Verbandsvergleich zum Fondsvertrieb. Auch im Zertifikategeschäft mit Produkten der Landesbank Hessen-Thürigen habe die Sparkasse mit einem Volumen von 19 Millionen Euro in Relation zu ihrer Größenklasse alle anderen Sparkassen in NRW hinter sich gelassen.

Die Zinssituation verlieh dem Bauspargeschäft erneut Rückenwind. Zahlreiche Kunden nutzten die Chance, sich günstige Konditionen für eine spätere Baufinanzierung langfristig zu sichern. Der Sparkasse bescherte dies ein Bausparergebnis von insgesamt rund 19 Mio Euro und damit einen dritten Platz im Ranking der westfälischen Sparkassen. „Ähnlich erfreulich sieht die Entwicklung auf der Aktivseite der Bilanz aus“, ergänzte Vorstandsmitglied Frank Podehl. Im Wohnungsbaugeschäft habe sich die Summe der Kreditzusagen wieder auf dem Niveau von circa 22 Millionen Euro bewegt. Dazu habe zu einem maßgeblichen Teil das niedrige Zinsniveau beigetragen, das sich inzwischen auch spürbar auf den Immobilienmarkt auswirke: Einem begrenzten Angebot stünde eine sehr hohe Nachfrage gegenüber.

Im gewerblichen Kreditgeschäft kam es erneut zu einer beachtlichen Steigerung (knapp sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr). Die Zahl der positiv begleiteten Existenzgründungsvorhaben lag mit 14 deutlich über dem Durchschnitt der letzten Jahre – und somit auch das damit in Verbindung stehende Finanzierungsvolumen. Mit diesen Vorhaben wurden mehr als 60 neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen.

„Auch das Versicherungsgeschäft ist auf einem soliden Wachstumskurs“, führte Podehl weiter aus. Im Kompositbereich seien als besonders erfolgreiche Sparten Gebäude- und gewerbliche Versicherungen hervorzuheben. Bei den Lebensversicherungen sei es aufgrund des aktuellen Zinsumfelds wichtig, innovative und individuelle Wege zur finanziellen Vorsorge zu gehen. Die Anlagensumme in 2016 betrug 8,5 Millionen Euro.

„Dass wir nicht nur in einem Bereich, sondern in der gesamten Breite wachsen, zeichnet unsere Sparkasse in besonderer Weise aus“, betonte Frank Podehl. „Diese Leistung ist eine Team-Leistung, die ohne das Engagement und die gute Zusammenarbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht möglich wäre.“ Aktuell beschäftigt das Institut 105 Mitarbeiter, darunter zehn Auszubildende.

Etliche Spenden im Jubiläumsjahr

Zahlreiche Vereine und Institutionen kamen auch in 2016 wieder in den Genuss von Spenden und Sponsoring-Maßnahmen. Im Jubiläumsjahr hat das Institut mit etlichen großen Spendenaktionen auf sich aufmerksam gemacht: Insgesamt waren es rund 200.000 Euro, die in den vergangenen zwölf Monaten Vereinen und gemeinnützigen Institutionen der Region zugute kamen.

Noch mehr Spielraum für die Unterstützung regionaler Projekte und Maßnahmen hat in 2016 die sparkasseneigene Stiftung hinzugewonnen: Dank einer Zustiftung der Sparkasse in Höhe von 400.000 Euro beträgt das Gesamtvermögen der Stiftung nun knapp drei Millionen Euro. Franz: „Auf diesem Wege möchten wir sicherstellen, dass unsere Region am Wachstum unserer Sparkasse teilhat.“

Wolfgang Franz weiß, dass die Sparkasse Burbach-Neunkirchen, genau wie alle anderen Geldinstitute in Deutschland, in den nächsten Jahren deutlich stärker gefordert wird. Es stünden Jahre extremer zinsbedingter Belastungen bevor. Dies sei ein Prozess, der sich über Jahre hinziehe. Dennoch sieht der Vorstandsvorsitzende sein Institut für die Zukunft gut aufgestellt. Man erwarte weiterhin ein gesundes Wachstum bei auskömmlichem Ertrag, sodass die Kunden sicher sein könnten, dass ihr Geld bei der Sparkasse auch zukünftig in besten Händen sei. „Es gibt drei wesentliche Dinge, auf die es ankommt. Wir müssen die Menschen, unsere Kunden verstehen. Wir müssen Zukunft denken. Und wir müssen den Menschen Sicherheit geben“, so Franz.

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