Anpassung aller installierten Gasgeräte

Effizienteres Erdgas: Burbach und Neunkirchen werden 2021 als erste Kommunen umgestellt

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Die Gasversorgung in Burbach und Neunkirchen soll bis 2021 umgestellt werden

Neunkirchen/Burbach – Bereits seit vier Jahren läuft bundesweit eines der größten Infrastrukturprojekte der deutschen Erdgasversorgung: Die Umstellung von Erdgas der Qualität „L“ (= low calorific gas) mit niedrigem Energiegehalt auf Erdgas der Qualität „H“ (= high calorific gas) mit höherem Energiegehalt. Mittlerweile haben die dafür erforderlichen Vorbereitungen durch den Verteilnetzbetreiber Westnetz auch das Siegerland erreicht. Wie innogy in einer Presseinfo mitteilt, werden Burbach und Neunkirchen die ersten Kommunen sein, die in 2021 komplett auf H-Gas umgestellt werden.

Hintergrund: Der kontinuierliche Rückgang der L-Gasaufkommen in den deutschen und niederländischen L-Gasfeldern ist der Grund für die notwendige Umstellung des Gasnetzes, die sogenannte „Marktraumumstellung“. Um die L-Gas-Rückgänge auszugleichen und die Versorgungssicherheit jederzeit zu gewährleisten, stellen die Netzbetreiber alle Regionen, die bisher mit L-Gas versorgt werden, schrittweise auf H-Gas um. Seit Jahrzehnten werden in Deutschland Millionen von Kunden mit Erdgas-H beliefert. Die hohen nachgewiesenen Reserven erlauben auch in Zukunft eine verlässliche Erdgasversorgung für alle Kunden.

Von Herstellerangaben abhängig

Die Gasumstellung erfordert eine Anpassung aller installierten Gasgeräte in Haushalten sowie in Gewerbe- und Industrieunternehmen. Die Gasgeräteanpassung wird in Abhängigkeit der Herstellerangaben vorgenommen. Nach der Anpassung der Gasgeräte und Umstellung des Erdgasnetzes auf H-Gas-Qualität ergeben sich für die Kunden grundsätzlich keine Einschränkungen und Veränderungen bei dem Betrieb ihrer Gasverbrauchseinrichtungen.

Im Vorfeld werden daher alle Gasgeräte – von der Heizung bis zum Warmwassergerät – erfasst. Im zweiten Schritt erfolgt die Anpassung der Gasgeräte durch Austausch der Brennerdüsen und Einstellung auf die neue H-Gasqualität.

Rund 5.500 Geräte betroffen

In Burbach und Neunkirchen werden laut Projektleiter Stephan Birtner rund 5.500 Gasgeräte betroffen sein. Den Beginn der Arbeiten wird der Verteilnetzbetreiber Westnetz frühzeitig ankündigen: „Wir werden den genauen Ablauf und die Details in den nächsten Wochen in einem Schreiben allen Kunden mitteilen“, sagt Birtner.

Als zuständiger Gasnetzbetreiber in Neunkirchen und Burbach kümmert sich Westnetz vollständig um die Umstellung aller Gasverbrauchseinrichtungen.

Die weitaus größte Anzahl der Gasgeräte kann auf die neue Gasqualität angepasst werden. Bei älteren Gasverbrauchseinrichtungen kann ggf. eine Anpassung technisch nicht möglich oder die Bereitstellung der Ersatzteile durch die Hersteller nicht mehr gewährleistet sein.

Die Erhebung und die Anpassung der Gasgeräte sind für die Kunden kostenfrei. Die Kosten tragen die Gasnetzbetreiber. Müssen allerdings im Einzelfall Gasgeräte neu angeschafft werden, weil diese technisch nicht mehr angepasst werden können, oder der Kunde sich aufgrund des Gerätealters für die Installation eines Neugerätes entscheidet, so können unter gewissen Voraussetzungen Kosten im Rahmen der gesetzlichen Regelungen (§19 a Energiewirtschaftsgesetz sowie Gasgerätekostenerstattungs-verordnung) erstattet werden.

Weitere Infos und Ansprechpartner können Interessierte unter www.westnetz.de („Für Energieverbraucher“; „Erdgasumstellung“) und unter der kostenfreien Telefonnummer 0800/6646907001 erfahren.

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