„Unsere Strategie ist aufgegangen“

Erste Unternehmen für das interkommunale Gewerbegebiet Rübgarten II stehen fest

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Der Belegungsplan des Gewerbegebiets Rübgarten II mit den bereits eingezeichneten Unternehmen Menk Metallbau GmbH und UKB - Uwe Krumm GmbH.

Burbach/Neunkirchen - Welche Firmen siedeln sich als Erstes im neuen Gewerbegebiet Rübgarten II an? Die Vertreter der Gemeinde Burbach und Neunkirchen lüfteten das Geheimnis am Dienstag.

„Mich hat dieses Gewerbegebiet seit meinem Amtsantritt 2003 beschäftigt“, erklärte Burbachs Bürgermeister Christoph Ewers im Pressegespräch am Dienstag. Seit den ersten Vorüberlegungen zur Entwicklung eines gemeinsamen Gewerbegebiets der Gemeinden Burbach und Neunkirchen 2004 ist viel Zeit vergangen. Jetzt tut sich was auf dem Gelände des interkommunalen Gewerbegebiets Rübgarten II. Drei Unternehmen aus der Region machen den Anfang und wollen sich auf dem 31 Hektar großen Areal in der Nähe des Siegerlandflughafens ansiedeln.

Konkret handelt es sich um die Menk Metallbau GmbH – eine Tochterfirma der FeBA Fensterbau GmbH – mit bisherigen Sitz im Industriepark Burbach. Aufgrund steigender Produktionszahlen habe das Unternehmen einen größeren Flächenbedarf und will daher in das Gewerbegebiet Rübgarten II umziehen und dort eine Fläche von 1,8 Hektar belegen. Die Vorbereitungen zum Bauantrag laufen bereits, verrieten Burbachs Bürgermeister Christoph Ewers und Neunkirchens Bürgermeister Dr. Bernhard Baumannn im Pressegespräch. Damit sei ein Baubeginn 2020 nicht unrealistisch. Der Betriebssitz der Firma FeBa Fensterbau GmbH verbleibt weiterhin im Industriepark in Burbach.

Vertrag wird im Januar unterschrieben

Noch nicht ganz so weit ist die Firma UKB - Uwe Krumm GmbH. Das Unternehmen, das im Industriepark Burbach angesiedelt ist, will sich durch den Umzug auf ein 2,6 Hektar großes Grundstück im Gewerbegebiet Rübgarten II ebenfalls vergrößern. Die Verträge mit der UKB sollen im Januar unterschrieben werden, verriet Ewers. Die bisherige Immobilie der Firma UKB wird durch die westlich an das Grundstück angrenzende Vetter Group GmbH übernommen. „Auf diese Weise kann der Expansionsbedarf dieser in den letzten Jahren stark wachsenden Firma auf dem unmittelbar angrenzenden Grundstücksbereich nachhaltig gesichert werden“, erklärt Christian Feigs, Wirtschaftsförderer der Gemeinde Burbach.

Ein drittes Unternehmen aus Burbach, das noch nicht namentlich genannt werden will, beabsichtigt auf einer 3,5 Hektar großen Fläche eine Halle zu bauen, die dann an regionale Unternehmen vermietet werden soll. „Hier sind wir in den letzten Verhandlungen“, erklärte Ewers und zeigte sich mit der Entwicklung zufrieden. „Unsere Strategie ist aufgegangen“, sagte Ewers. Es habe „reges Interesse“ von vielen Unternehmen gegeben, so dass alle Flächen bereits hätten vergeben sein können.

Die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen sei aber begrenzt, erklärte Baumann. „Wir müssen sehr sorgsam damit umgehen.“ Gerade auch im Hinblick auf die zu erwarteten Arbeitsplätze und Gewerbesteuern müsse man abwägen.

Aus diesem Grund habe man beispielsweise verschiedenen Unternehmen abgesagt, die viel Fläche benötigten, aber vergleichsweise wenig Arbeitsplätze schaffen. „Wenn wir keine Arbeitsplätze haben, dann bekommen wir auch keine Menschen in die Region“, so Baumann. Die Gemeinden Burbach und Neunkirchen haben sich die Erschließungskosten des Gewerbegebiets Rübgarten II geteilt und werden dies auch mit den dort generierten Gewerbesteuern machen.

Jetzt wo die ersten Ankerunternehmen das Gewerbegebiet beziehen, sollte es auch mit der Vergabe der restlichen 23 Hektar Fläche zügig weitergehen, hoffen beiden Bürgermeister.

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