Weiteres Wehr ist Geschichte

Fischereigenossenschaft baute weiteres Wehr im Wetterbach zurück

Jetzt hat das Wasser wieder freie Bahn.

Burbach – Die Fischereigenossenschaft Burbach vermeldet den erfolgreichen Wehrrückbau im Wetterbach im Haigerbach. Dem von der europäischen Wasserrahmenrichtlinie normierten guten Gewässerzustand wieder ein Stück näher: Die nächste Wehrrückbaumaßnahme im Wetterbach ist erledigt. Das alte Wehr Glanzbäumer Wiese, gelegen zwischen den Hickengrunder Ortschaften Nieder- und Oberdresselndorf, ist im wahrsten Sinne des Wortes dem Bachbett gleich gemacht worden.

Anstelle des 1,3 Meter hohen, treppenstufig aus Betonschwellen aufgebauten Bauwerks ist nun wieder auf etwa 30 Meter Länge ein freifließender, strukturreicher Bachabschnitt geschaffen worden. Große Basaltblöcke, die aus der benachbarten Kaolingrube Stephan geholt wurden, belegen die neue Bachsohle und geben dem Wetterbach wieder sein natürliches Aussehen. „Wir haben die günstigen Wasserstände genutzt um das Vorhaben ohne größere baubedingte Belastungen für das Gewässer durchführen zu können“, kommentierte der Projektverantwortliche Ulrich Krumm die Baudurchführung.

So sah das Wehr vor dem Rückbau aus.

Die aktuelle Maßnahme ist Teil der Kooperation zwischen der Fischereigenossenschaft Burbach und dem Verein zur Förderung der natürlichen Lebensgrundlagen Burbach zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Mit den schon vor längerer Zeit erfolgten zwei Wehrumbauten durch die Gemeinde Burbach und dem Heimatverein Holzhausen sind nun seit 2015 im Wetterbach sechs unpassierbare Querbauwerke, die ihre ursprüngliche Bestimmung heute nicht mehr erfüllen, auf ehrenamtlicher Ebene zurückgebaut worden. Finanziert werden die Maßnahmen mit 80-prozentiger Förderung aus dem NRW-Landesprogramm „Lebendige Gewässer“.

Nun steht noch der Rückbau des Oberwehres der Aßlerschen Mühle, an der Landesgrenze zu Hessen, gelegen auf der Agenda. Soweit die wasserrechtlichen Voraussetzungen gegeben sind, wollen die Burbacher Gewässeraktiven sich dessen annehmen.

Dann wäre der Wetterbach im Hickengrunder Abschnitt auf sechs Kilometern Länge bis zum Zusammenfließen seiner beiden Quellbäche Weier- und Winterbach durchgängig. Und dann hofft man darauf, dass sich auch im hessischen Abschnitt des Wetterbaches (Haigerbach) etwas tut und die dort noch acht unpassierbaren Querbauwerke bis zur Einmündung in die Dill passierbar gestaltet werden.

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