Daten liegen jetzt auf Knopfdruck vor

Haushaltsplan 2020: Gemeinde Burbach will wieder stark in Infrastruktur investieren

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Bürgermeister Christoph Ewers  und Kämmerin Kristen Herr für die Gemeinde Burbach stellten in dieser Woche das neue Zahlenwerk vor. 

Burbach - Die Gemeinde Burbach hat jetzt ihren Haushaltplan für 2020 vorgestellt.

In Burbach sind die Zeiten, in denen rund 400 Seiten starke und 1,2 Kilo schwere Haushaltspläne eingebracht werden, vorbei. „Künftig sind die Haushaltsdaten der Gemeinde Burbach per Knopfdruck erhältlich“, berichtet Kämmerin Kirsten Herr. „Darüber sind nun auch interkommunale Vergleiche möglich und der digitale Haushaltsplan führt gleichzeitig zu mehr Transparenz und Bürgerfreundlichkeit“ ergänzt Bürgermeister Christoph Ewers.

„Auch im kommenden Jahr können wir wieder stark in die kommunale Infrastruktur investieren und die bereits begonnen Maßnahmen weiter fortführen“, teilt Ewers zusammenfassend zu dem Zahlenwerk mit, das Kirsten Herr für das kommende Jahr aufgestellt hat.

So bilden der Erweiterungsbau der Gemeinschaftlichen Sekundarschule Burbach-Neunkirchen, einschließlich der Umgestaltung des Schulhofes mit 3,05 Millionen Euro, der Umbau der „Alten Vogtei“ in ein Besucher-, Begegnungs- und Erlebniszentrum (BBEZ) mit 1,5 Millionen Euro oder beispielsweise die Ergänzung der Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr die Investitionsschwerpunkte für 2020.

Burbach passt Wassergebühren an

„Nachdem die Umleitung der B 54 jetzt aufgehoben werden soll, möchten wir natürlich auch die Ortsdurchfahrt in Würgendorf im kommenden Jahr endlich fertig stellen“, teilt Ewers mit. Hierfür steht ein Betrag von 4,8 Millionen Euro im Haushalt 2020 zur Verfügung. „Für einige der aufgeführten Maßnahmen haben wir auch wieder Fördergelder in Summe von rund 2,5 Millionen Euro generieren können“, so Ewers.

Der größte Posten im Haushalt der Gemeinde Burbach sind wieder die Transferaufwendungen, die mit 42,67 Millionen Euro zu Buche schlagen. Insbesondere die Kreisumlage inklusive der differenzierten Jugendamtsumlage mit rund 35,9 Millionen Euro macht der Gemeinde Sorge. „Der Hebesatz der allgemeinen Kreisumlage soll im kommenden Jahr auf 37,8 Prozent steigen und der Hebesatz der Jugendamtsumlage um 2,32 v.H. auf 24,26 Prozentpunkte steigen“, sagt Ewers über die Erhöhung von 11 Millionen Euro und appelliert an den Kreistag den Hebesatz der Kreisumlage zu senken, weil durch die Erhöhung der Umlagegrundlagen die tatsächlich zu zahlende Kreisumlage ohnehin bereits um 11 Millionen Euro übersteige.

Auf der Ertragsseite rechnet man in Burbach mit Einnahmen in Höhe von insgesamt 52,3 Millionen Euro. Darin sind rund 30 Millionen Euro Gewerbesteuer enthalten. Im Kernhaushalt wird es auch im kommenden Jahr keine Anhebungen der Hebesätze für die Grundsteuer und der Gewerbesteuer geben. „Auch sind keine Änderungen der Abfallgebühren oder der Hundesteuer geplant“, teilt Herr mit. Maßvolle Anpassungen der Wasser- und Abwassergebühren sind dagegen vorgesehen.

Bei den Erträgen und Aufwendungen im Ergebnisplan ergibt sich im Haushaltsentwurf für das Jahr 2020 ein Fehlbetrag von 9,7 Millionen Euro, der aber durch die Ausgleichsrücklage ausgeglichen werden könne, heißt es in der Presseinfo.

Die nächste Ratssitzung in Burbach findet am 10. Dezember statt.

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