20 Kinder aus Burbach, Wahlbach und Gilsbach dabei

Kinderfeuerwehr in Burbach gegründet: „Löschdinos“ ab sofort im Einsatz

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Die Mädchen und Jungen erfuhren aus erster Hand, was sich so alles „an Bord“ eines Feuerwehrautos befindet.

Burbach – Das war ein Leben in der Bude – oder besser gesagt: im Feuerwehrhaus in Burbach. Eine wilde Bande von 20 Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und zehn Jahren war am Mittwoch gemeinsam mit Eltern oder Großeltern vor Ort, um die Kinderfeuerwehr „Löschdinos“ zu gründen.

Unter den Gästen war Burbachs Bürgermeister Christoph Ewers, der sich erfreut zeigte über die Gründung und auch eine Finanz-Spritze im Gepäck hatte: „Das ist ein toller Termin heute. Alle Feuerwehr-Fahrzeuge und Geräte nützen nichts ohne die Feuerwehrleute. Feuerwehr bedeutet, gemeinschaftlich etwa zu tun, heißt Teambuilding. Es lohnt sich zutiefst, menschlich dort aktiv zu sein.“

Der Leiter der Burbacher Feuerwehr, Brandinspektor Markus Schwarze, betonte, dass die Gründung die wichtigste Nachwuchsförderung sei. Im Januar kommenden Jahres würde die vierte Kinderfeuerwehr gegründet, Nummer fünf und sechs stünden bereits in den Startlöchern. Dann sei der Kreis komplett flächendeckend versorgt.

Feuerwehr-Nachwuchs in Burbach: Dort wurden in dieser Woche die „Löschdinos“ gegründet.


„Mit über 700 Kindern in der Kinderfeuerwehr hat der Kreis Siegen-Wittgenstein die größte Kinderfeuerwehr in NRW“, so Daniel Heinelt, der Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes Siegen-Wittgenstein, der eine der Starterkisten überreichte. Seit zwei bis drei Jahren unterstützt das Land NRW die Arbeit mit der Kinderfeuerwehr, unter anderem durch ein kindgerechtes Starterset. Darin enthalten waren auch die heiß begehrten Kinderwesten, die natürlich sofort anprobiert wurden.

Inge Aarden vom Organisationsteam des Zwergbasars, der zweimal im Jahr veranstaltet wird, hatte eine Überraschung für die Wehr dabei. Der jüngste Basar sei wieder äußerst erfolgreich gewesen. Und so überreichte sie an ein Schatzkästchen mit 845 Euro Inhalt für die Jugendarbeit. Anschließend wurde den Kindern das Innenleben des Feuerwehr-Fahrzeugs erklärt, während die Eltern im Schulungsraum erste Instruktionen bezüglich des Ablaufs der Ausbildung ihrer Kinder bekamen.

In der Kinderfeuerwehr sei die Ausbildung in zwei Bereiche unterteilt, erklärte Tim Weber, Einheitsführer der Burbacher Wehr: Der Hauptfokus liege auf der allgemeine Jugendarbeit, sprich: Freizeit, Basteln, Spielen oder gemeinsames Kochen. Rund 30 Prozent nehme die aktive Feuerwehrarbeit ein. Mit feuerwehrtechnischen Spielen werden die jüngsten Mitglieder spielerisch an Aufgaben herangeführt, wobei die Brandschutzerziehung ein zentrales Thema ist. Da sei es gut, dass die Aufgaben auf mehreren Schultern aller drei Ortsteile verteilt worden seien. Die Wehren von Burbach, Wahlbach (Einheitsführer Jens Holger Kring) und Gilsbach (Einheitsführer Tobias Schmidt) haben sich zusammengetan, ein Teil der Eltern engagiert sich außerdem als ehrenamtliche Betreuer.

Die Kinder nahmen Kontakt zueinander auf und die erste Scheu war schnell abgelegt. Schlau angestellt hatte es Einheitsführer Tim Weber. Tochter Luna feierte vor einigen Tagen ihren sechsten Geburtstag – und das auf eigenen Wunsch in der Halle der Feuerwehr. Die kleinen Gäste waren so begeistert, dass sich einige spontan zur Mitgliedschaft in der Kinderfeuerwehr entschlossen. Die sechsjährige Leni Kunz ließ sich auf jeden Fall vom Papa schon mal vor dem großen Feuerwehrgerätewagen in der Halle fotografieren, um das wichtige Ereignis im Familienalbum festzuhalten.

Neue Mitglieder werden gerne aufgenommen. Die Kinder treffen sich alle vier Wochen mittwochs von 17Uhr bis 18.30 Uhr im Feuerwehrhau in Burbach. Infos gibt es bei Einheitsführer und Brandoberinspektor Tim Weber per E-Mail an ti.oli.weber@gmx.de.

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