Ökologischer Lernort: Viele Infos für Jung und Alt beim 2. "Tag der Biologischen Vielfalt" im Wetterbachtal

An 14 Stationen entlang des Rundwanderweges gab es für Jung und Alt viel zu entdecken.

Holzhausen. Zu einem besonderen Erlebnis wurde der zweite „Tag der Biologischen Vielfalt“ in Siegen-Wittgenstein, der am Sonntag im Holzhausener Wetterbachtal stattfand.

Das Institut für Biologie der Universität Siegen hatte den Aktionstag zusammen mit der NRW-Stiftung, der Biologischen Station und Naturschutzbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein, den Naturschutzverbänden NABU und BUND, dem Pomologen- und Imkerverband, der Gemeinde Burbach und dem örtlichen Heimatverein auf die Beine gestellt.

Über einen Rundwanderweg, der sich in Teilabschnitten an dem vom Heimatverein angelegten Naturlehrweg Wetterbachwiesen orientierte, wurden die Besucher an 14 Infostationen vorbeigeführt. Experten informierten dort über Pflanzen, Tiere und die Besonderheiten der Wiesen- und Gewässerlandschaft des Wetterbachtales. „Wir möchten damit den Menschen die Natur vor der eigenen Haustür näherbringen“, sagte Klaudia Witte, Biologie-Professorin an der Uni Siegen und Organisatorin der Veranstaltung.

Dass das fast 100 Hektar große Naturschutzgebiet Wetterbachtal einige Natur-Schätze zu bieten hat, wurde an den einzelnen Stationen deutlich. Da konnten die Besucher die aus dem Wetterbach zuvor abgefischten Forellen, Koppen, Schmerlen und Elritzen in einem Aquarium bestaunen und erfahren, was Gewässerkleintiere über den ökologischen Zustand des Wetterbaches verraten. An weiteren Stationen gab es Informationen über die gefiederten Freunde im Wetterbachtal mit dem Braunkehlchen und Eisvogel an der Spitze und darüber, welche Pflanzen man im extensiv genutzten Grünland entdecken kann.

Ulrich Krumm vom Heimatverein informierte am Standort des Oberwehres der Killets Mühle über den Mittelgebirgsbach Wetterbach im Allgemeinen und unter der Überschrift „Vom Mühlrad zur Turbine – Aus Wasser wird Strom“, warum die Nutzung eines Gewässers einem guten ökologischen Zustand nicht entgegenstehen muss. Für die kleinen Besucher wurde ein Kinderprogramm angeboten, um auch ihnen die biologische Vielfalt nahezubringen. Die Kinder bastelten unter anderem Insektennistkästen. Die Betreuung hatten Studierende der Universität Siegen übernommen.

Am Infostand der Pomologen-Landesgruppe NRW wurde eine Apfelausstellung mit etwa 50 Sorten aus der Region präsentiert, um die Vielfalt der historischen und bewährten Sorten zu zeigen. Und die Imker vom Kreisimkerverein Siegerland gewährten Einblicke in die Welt der Honigbienen und zeigten auf, dass Streuobstwiesen und Bienen unzertrennlich zusammen gehören.

Und auch Hunger und Durst musste niemand leiden: Die Pilzfarm Holzhausen bot passend zur Jahreszeit eine deftige Pilzpfanne an. Der Bioland-Hof Ölberg der Familie Jantzen präsentierte Milchprodukte und die Mitglieder des Heimatvereins der Alten Schule boten Kaffee und Kuchen an. Unter dem Schlagwort „Natur des Jahres“ wurden in der Alten Schule zudem von Studierenden selbst gestaltete Poster zu Tieren und Pflanzen 2018 gezeigt.

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