300 Einsatzkräfte vor Ort

Züge prallen zusammen - Burbacher Feuerwehren üben Ernstfall

Den Brand einer Lokomotive musste bei der der Herbstübung aller Feuerwehren aus der Gemeinde Burbach unter Kontrolle gebracht werden.

Burbach - Zwei Züge stoßen im Burbacher Bahnhof zusammen – so lautete das Einsatzszenario der Herbstübung der Feuerwehren der Gemeinde Burbach. 200 Zuschauer ließen sich das Spektakel nicht entgegen.

Im Rahmen des Doppeljubiläums „800 Jahre Burbach“ und „50 Jahre Großgemeinde Burbach“ hatte die Freiwillige Feuerwehr Burbach ihre Herbst-Großübung im Bereich des Bahnhofs durchgeführt.

Für die Feuerwehr – unter Mitwirkung der DRK-Bereitschaft mit Kräften aus Burbach, Neunkirchen und Eiserfeld – standen schließlich rund 300 Einsatzkräfte zur Verfügung. Zahlreiche Zuschauer (rund 200) hatten sich am Bahnsteig des Bahnhofs eingefunden und wurden professionell von Feuerwehrmitglied Horst Moroziuk per Lautsprecher über das Geschehen der Übung informiert. Mit dabei waren auch Vertreter der Bahn sowie Bahnmanager die auch den Ablauf der Übung mit Spannung verfolgten. 

Tank der Lokomotive aufgerissen

Die unterschiedlichen Szenarien wurden nacheinander abgearbeitet. So wurde als Lage angenommen, dass es im Bereich des Bahnhofs Burbach zu einem folgenschweren Unglück kommt. Im Bahnhof wartet ein Personenzug der Hessischen Landesbahn mit etwa 25 Reisenden auf seine Weiterfahrt. Aufgrund eines Stellwerksfehlers wird ein in den Bahnhof einfahrender Güterzug mit Kesselwagen der Siegener Kreisbahn auf das Gleis des Personenzuges geleitet und kollidiert mit diesem. Bei dem Zusammenstoß wird der Kraftstofftank der Lokomotive aufgerissen und es läuft Dieselkraftstoff aus.

Säure läuft aus 

Ein Kesselwagen, in dem sich Säure befindet, wird ebenfalls stark beschädigt, so dass diese austritt. Die Lokomotive gerät durch den Aufprall zudem im vorderen Bereich in Brand, der auf den Personenzug überzugreifen droht. Der Lokführer wird durch den Aufprall schwer verletzt. Im Zug werden zwei Personen eingeklemmt, drei weitere weitere Personen sind schwer verletzt und die übrigen Reisenden entweder leicht- oder unverletzt.

Die aus dem Personenzug geretteten verletzten Personen mussten durch das DRK versorgt werden.

Nacheinander wurden alle neun Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Burbach alarmiert, die Einsatzeinheit des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Rettungsbus der Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd. Die Aufgabenstellungen bestanden darin, die Rettung der beteiligten Personen und die Versorgung und Abtransport der Verletzten und Unverletzten durchzuführen.

Diesellok in Brand

Zeitgleich erfolgte die Brandbekämpfung an der Diesellok und Riegelstellung zum Personenzug/Bahnhof. Ein Trupp hatte die Aufgabe des Abdichtens des Dieseltanks, Auffangen von Dieselkraftstoff sowie vom Gefahrstoff und Niederschlagung von Dämpfen unter Chemikalienschutzanzug (CSA). Dadurch musste auch eine Not-Dekontaminationsanalage für die Einsatzkräfte aufgebaut sowie eine Verletztensammelstelle eingerichtet werden.

Burbacher Feuerwehren üben Notfall am Bahnhof

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