Erstmals gebrauchte Fahrzeuge umgebaut

„Fünf auf einen Streich“: Neue Fahrzeuge für die Feuerwehren in Daaden-Herdorf

Feuerwehrinspekteur Dietmar Urrigshardt, Markus Urrigshardt (Wehrführer Sassenroth), Nico Ermert (Wehrführer Daaden), Markus Löhr (Wehrführer Herdorf), Thorsten Bernhofen (1. Vorsitzender Förderverein Sassenroth), Verbandsbürgermeister Wolfgang Schneider, Matthias Theis,( Wehrleiter) und Maik Braun, (Wehrführer Friedewald) bei der Fahrzeugübergabe. Foto: Gaby Wertebach

Friedewald. Es war ein großer Tag am Donnerstag für die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf und ein beeindruckendes Bild am Feuerwehrhaus in Friedewald: Insgesamt fünf Feuerwehrfahrzeuge warteten darauf, während einer kleinen Feierstunde an die jeweiligen Löschzugführer übergeben zu werden.

Das ist ein Novum, betonte Wehrleiter Matthias Theis in seiner Ansprache und freute sich, zu diesem noch nie dagewesenen Ereignis – der Übergabe von gleich fünf Fahrzeugen – viele seiner aktiven Kameraden und Alterskameraden, begrüßen zu können.

Zwei der Fahrzeuge wurden bereits vorher an anderen Dienststellen genutzt. „Das ist das zweite Novum“, so der Wehrleiter. Durch die Anschaffung dieser beiden Fahrzeuge seien sinnvoll Haushaltsmittel eingespart worden, gleichzeitig würden die Stationierungseinheiten und somit die gesamte Verbandsgemeindefeuerwehr aufgewertet.

Besonders freute sich Theis über das Vertrauen der verschiedenen politischen Gremien in die Arbeit der Feuerwehr. Er bedankte sich ausdrücklich bei Verbandsbürgermeister Wolfgang Schneider, den Mitgliedern der Ausschüsse und des Verbandsgemeinderates für ihr Vertrauen und stellte anschließend die einzelnen Fahrzeuge kurz vor.

Der Rüstwagen 2 für den Löschzug Daaden ersetzt den bisherigen Rüstwagen 1 und wurde gebraucht von der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule Rheinland-Pfalz übernommen. Neben einer umfangreichen Ausstattung für die technische Hilfeleistung wurde ein zukunftsweisendes Konzept eingeläutet, weiterhin dafür zu sorgen, dass auch in der Verbandsgemeinde-Feuerwehr eine Seilwinde vorhanden ist. „Das Fahrzeug war noch nicht richtig im Dienst, da musste während einem Unwetter bereits die Seilwinde benutzt werden“, so Theis. 85.000 Euro wurden für die Anschaffung investiert, zusätzlich ca. 10.000 Euro in den Umbau.

Der Unimog, ein Mehrzweckfahrzeug für die Löschgruppe Friedewald/Nisterberg konnte von der Bundeswehr im Rahmen der Förderung des Katastrophenschutzes kostenlos übernommen werden. Rund 30.000 Euro wurden von der Verbandsgemeinde für den Umbau investiert. Dank einer Spende eines heimischen Unternehmens konnte zusätzlich eine Ladebordwand angebaut werden.

Aus dem Langzeitplan wurden zwei baugleiche Mannschaftstransportfahrzeuge (MTF) beschafft, die in Herdorf und Friedewald stationiert werden. Je Fahrzeug belaufen sich die Kosten auf rund 49.400 Euro, der Kreis Altenkirchen hat aus Mitteln der pauschalen Zuwendungen an Fördermitteln des Landes Rheinland-Pfalz 13.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Bei dem Mannschaftsfahrzeug für die Löschgruppe Sassenroth handelt es sich um ein Vorführfahrzeug. Besonders erwähnenswert sei, dass sich der Förderverein Sassenroth mit 18.000 Euro an den Kosten von insgesamt 36.000 Euro beteiligt hat. Auch hier gab es eine Zuwendung durch den Landkreis Altenkirchen von 13.000 Euro.

„Fünf auf einen Streich“, so Verbandsbürgermeister Wolfgang Schneider, „dass hat es noch nie gegeben, das ist schon einzigartig und eine Premiere, fast wie im Märchen vom tapferen Schneiderlein“. Schneider zeigte sich gegenüber der Feuerwehrleitung sowie der ganzen Truppe sehr dankbar dafür, dass sie bei den notwendigen Anschaffungen die Ausgaben im Blick gehabt und vernünftige Wege gefunden hätten, diese zu begrenzen. Er dankte allen Ehrenamtlichen sowie den Fördervereinen, hier speziell dem Förderverein Sassenroth: „Ich weiß, dass zusätzlich zur Kostenbeteiligung als Unterstellungsmöglichkeit noch ein Carport geplant ist.“

„Ich bin sehr gerne der Einladung gefolgt“, so Feuerwehrinspekteur Dietmar Urrigshardt.“ Wann hat man schon einmal ein solches Erlebnis, dass fünf Feuerwehrfahrzeuge an einem Tag übergeben werden“. Urrigshardt sah das nicht nur in der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf als ein Novum, sondern im ganzen Kreis Altenkirchen.

Er dankte dem Wehrleiter, dessen Stellvertreter und den Wehrführern für die Weitsichtigkeit, die letztendlich dazu geführt habe, die Fahrzeuge anzuschaffen. Am Bedarfsplan, der für die nächsten Jahre gut aufgestellt sei, lasse sich erkennen, dass in den nächsten Jahren noch einiges passiere. Viel Geld habe die Kommune in die Hand genommen, um den Brandschutz sicherzustellen, aber auch die Feuerwehr sei bemüht gewesen, Einsparungen zu tätigen.

Nach der Schlüsselübergabe an die jeweiligen Löschzugführer wurde in geselliger Runde bei Speisen und Getränken gefeiert.

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