Besonderer Einsatz für die Feuerwehr Oberfischbach: Kälbchen „Frieda“ aus Güllegrube gerettet

Frank Langenbach freute sich das „Frieda“ aus der Güllegrube gerettet werden konnte. Kälbchen „Frieda“ mit ihrer Mutter „Lisa“.

Oberfischbach. Die Feuerwehr Oberfischbach konnte am späten Dienstagnachmittag im letzten Augenblick das erst drei Wochen alte Kälbchen „Frieda“ vor dem Ertrinken aus einer Güllegrube retten.

Frank Langenbach ist Nebenerwerbslandwirt in dritter Generation und betreibt am Ortsausgang von Oberfischbach einen „Bio-Qualifizierten Betrieb“ mit 25 Kühen und derzeit zahlreichen Kälbchen. Unter den Stallungen befindet sich abgedeckt ein geschlossenes, großes Becken, in dem Gülle über eine Rinne hineinläuft. Regelmäßig leer Frank Langenbach dieses Becken, das oberhalb durch eine etwa 70 Mal 50 Zentimeter große Metallplatte geöffnet werden kann. 

Den ganzen Dienstag pumpte Frank Langenbach über die Öffnung die Gülle in ein Gülleanhänger und fuhr diese auf die Wiesen und Felder aus. Zur Sicherheit hatte er in den Stallungen alle Tiere hinter einem Schwenkgatter gesichert. Das neugierige kleine Kälbchen „Frieda“ jedoch entdeckte eine kleine Öffnung am Gatter und so kam es, wie es kommen musste. Es bekam von hinten von einer anderen Kuh einen kleinen Schups und fiel durch die Öffnung in das Gülle-Loch. „Normalerweise befinden sich rund 60 Kubikmeter Gülle in rund 2 Meter Tiefe, aber weil ich schon viel abgepumpt hatte, waren nur noch rund 50 Zentimeter Standhöhe darin“, sagte Frank Langenbach. Das war Friedas Glück. „Erst einmal ging Frieda komplett unter, konnte sich jedoch wieder hochrappeln und stand dann bis zum Hals in der Gülle und alleine konnte ich das Tier nicht retten und dort herausholen“, erzählt Frank Langenbach. 

Da er auch Mitglied im Förderverein der Feuerwehr Oberfischbach ist, rief er seine Kameraden zu Hilfe. Die sicherten das Tier zunächst und hoben es mit vereinten Kräften aus dem Gülleloch heraus. Frank Langebach informierte noch einen Tierarzt und auch der gab Entwarnung: Das Kälbchen hatte die Gülleaktion schadlos überstanden. Einen ganz großen Dank sprach Frank Langenbach den Feuerwehrkameraden aus und sorgte auch später im Feuerwehrgerätehaus dafür, dass sie den Güllegestank mit ein paar Bier herunterspülen konnten. Frank Langenbach freute sich das „Frieda“ aus der Güllegrube gerettet werden konnte. Kälbchen „Frieda“ mit ihrer Mutter „Lisa“.

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