Explosive Übung: Jugendfeuerwehren  aus Freudenberg zeigten ihr Können

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Der Pyrotechniker und Feuerwehrfreund Thomas Fischer hat mitgeholfen, das Szenario so real wie möglich zu gestalten. 

Freudenberg. Die Jugendfeuerwehren der Stadt Freudenberg startete ihre Auftaktübung in die neue Freiluftsaison auf dem Klichta Firmengelände an der Asdorfer Straße. Mit spektakulärer Pyrotechnik wie Explosionen und Feuerbälle gab es am Samstagnachmittag echte Knalleffekte.

So nah wie möglich an der Wirklichkeit, so wünschte sich Stadtjugendfeuerwehrwart André Hess die angenommene Einsatzlage für den Feuerwehrnachwuchs. So hatten sich die Übungsplaner und Verantwortlichen an den Mann mit der meisten Erfahrung ins Sachen Detonation und künstlichen Katastrophen gewandt. Der Pyrotechniker und Feuerwehrfreund Thomas Fischer hatte auch sofort seine Unterstützung signalisiert, als es darum ging die Feuerwehr-Jugend zu unterstützen.

Die angenommene Einsatzlage am Samstag gegen 15 Uhr: Mehrere Mitarbeiter der Recyclingfirma befinden sich noch auf dem Firmengelände. Während ein Angestellter mit Schweißarbeiten beschäftigt ist, entsorgt ein anderer einen Behälter mit vermutlich brennbarer Flüssigkeit in einem der vielen Container. Wenige Sekunden später begibt sich der zuvor schweißende Mitarbeiter mit einer brennenden Zigarette in die Pause. Auf dem Weg dorthin entsorgt er die Kippe nichts ahnend im Container und löst dadurch eine folgenschwere Verpuffung aus.

Der Inhalt des Behälters fängt sofort Feuer. Dichter Rauch zieht in die angrenzenden Gebäudeteile. Einige Personen können sich nicht mehr selbstständig ins Freie retten. Durch den lauten Knall und die damit verbundene Stichflamme gerät der Fahrer des firmeneigenen Baggers in Panik und verliert das Bewusstsein. Als Folge löst sich ein Container aus dem Greifer und fällt zu Boden. Ein Mitarbeiter wird eingeklemmt und kann sich nicht mehr selbstständig nicht aus der Krankanzel befreien. Die Rettungskräfte werden alarmiert.

Der Jugendfeuerwehr Lindenberg oblag die Menschenrettung einer eingeklemmten Person unter dem Container (zusammen mit JF-Oberholzklau/Bühl). Diese mussten auch zur Rettung des Baggerführers eingreifen. Den Aufbau der Löschwasserversorgung übernahm der 3. Zug Freudenberg und Alchen, ebenso das Vordringen in einen Bereich einer Halle, um hier Menschen zu retten und aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Nach Übungsende gab es eine Lagenachbesprechung.

Einsatzführung und Planung für die Nachwuchsretter lag bei den Feuerwehrkameraden Heiko Schneider und Nino Quitadamo, die eine umsichtige Übung mit viel Aktion vorbereitet hatten. Sichtlich begeistert zeigte sich Bürgermeisterin Nicole Reschke von der Jugendfeuerwehr, und lobte einmal mehr die große Einsatzbereitschaft der Mädchen und Jungen beim abschließenden Schlussantreten auf dem Betriebshof. Ebenfalls ein dickes Lob gab es auch vom stellvertretenden Stadtbrandmeister Rainald Thiemann, der die junge Nachwuchsmannschaft genau beobachtete. Nach der heißen Übung gab es heiße Wurst und kalte Limo für die Jugendfeuerwehr.

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