Spenden in Höhe von 45.000 Euro machten es möglich 

Familie Lingansch sagt von Herzen Danke: Ihr neuer Transporter ist speziell auf Lena zugeschnitten 

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Der neue Transporter bietet eine Menge Platz und ganz spezielle Features, um Lena und ihr Gepäck sicher zu transportieren. Familie Lingansch bedankt sich von Herzen bei allen, die dies möglich gemacht haben. 

Freudenberg – Familie Lingansch sagt allen, die hieran mitgewirkt haben, von Herzen Danke: 45.000 Euro erzielte der Spendenaufruf im Kurier im Dezember 2018, und nicht nur das. Ein Gönner, der anonym bleiben möchte, leaste einen VW-Bus, der auf Lenas Bedürfnisse zugeschnitten umgebaut werden konnte. Damit werden Fahrten, egal ob in den Kindergarten oder in eine Klinik, für die Familie deutlich vereinfacht. 

Hinten ist sogar Platz für einen Tisch - oder den Dusch-WC-Stuhl. 

Im Familien-Caddy hatte Lena neben all ihrem (medizinischen) Gepäck nicht mehr genug Platz gefunden, geschweige denn, dass sie im Notfall – wenn sie sich verschluckt etwa – behandelt werden konnte. Das zerbrechliche Mädchen kann nicht einfach schnell irgendwo abgelegt werden, und im Auto gewickelt werden konnte sie auch nicht. Und so kam es, dass Christian Lingansch im vergangenen Jahr noch einen „Job“ hinzu bekam: einen Spezialisten zu finden, der den Transporter nach seinen Vorstellungen umbauen konnte. 

Für Lenas (medizinisches) Gepäck ist ausreichend Platz im neuen Fahrzeug; anders als im Caddy (Foto) muss jetzt nichts mehr gestaucht werden. 

„Ich habe mit über 15 Firmen telefoniert. Alle haben gesagt, lass’ die Finger davon“, berichtet Lenas Vater, der sich mehr als einmal ins Auto setzte, um persönlich bei Firmen und auf Messen vorstellig zu werden. Felitec aus Stuttgart-Schorndorf schließlich stach mit individuellen Umbauten heraus. Der VW-Bus verfügt nun vorne rechts über einen Hubschwenksitz – dem Originalsitz, auf dem Lenas Spezialsitz befestigt werden und den sie selbst mit einer kleinen Fernsteuerung bewegen kann. 

Die Rückenlehnen der zweiten Sitzreihe können jetzt fast ebenerdig gemacht werden, um Lena hinlegen zu können. Das Auto wurde mit einem Stromumwandler ausgestattet, dank dem nun immer „Saft“ für Lenas Geräte zur Verfügung steht: Er kann 230 Volt „produzieren“. 

Der Hubschwenksitz ist der Original-Autositz. Lena - hier mit Mama Andrea -  kann ihn allein bedienen, und wenn sie nicht an Bord ist oder hinten sitzt, kann jeder andere Passagier auch dort Platz nehmen. 

Die Firma Bosch aus Siegen baute dazu individuelle Steckdosen ein, außerdem verfügt das Fahrzeug jetzt über einen Batteriemonitor und ein Rückhaltesystem für Kraftknoten – die Rollstuhlbefestigung also. 

Problemlos mit dem Kassettenlift ins Auto und wieder raus.  

Und immer noch ist genügend Platz, um bei Bedarf auch den Dusch-WC-Stuhl mitzunehmen. Anfang November konnten Linganschs ihr Auto in Empfang nehmen. Allerdings macht ausgerechnet das einzige Standardbauteil, der unterm Fahrzeug verschwindende Kassettenlift, immer mal wieder Probleme: „ein Montagslift“, lächelt Christian Lingansch. Kostenpunkt für den Umbau: 30.000 Euro. Das Fahrzeug wird die Familie nach Ablauf des Leasingvertrags kaufen.

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