Freudenberger Rathaus gestürmt: Bürgermeisterin Nicole Reschke in Handschellen

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In Freudenberg stürmten die Frauen des 1. Karnevals-Vereins Oberheuslingen das Rathaus und entführten die Bürgermeisterin Nicole Reschke

Freudenberg – Um 11.11 Uhr hat am Donnerstag der Straßenkarneval begonnen. Um 17.11 Uhr versammelten sich etwa 50 „Alte Weiber“ auf dem Mórer Platz, um zur „Elferzeit“ zum vierten Mal das Rathaus zu stürmen.

Schnell hatte der „Flurfunk“ im Rathaus verbreitet, dass die Bürgermeisterin Nicole Reschke mit Handschellen in die gastronomische Altstadt entführt wurde. Im Rahmen der Brauchtumspflege und Weitergabe des karnevalistischen Gedankens führt der 1. Karnevals-Verein-Oberheuslingen in Freudenberg eine bekannte Tradition weiter. Unter dem Dach des Zentralen-Busbahnhof bereitete sich die geballte Ladung Frauenpower auf die vierte Rathaus-Stürmung vor. Singend und laut musizierend liefen die Altweiber aufs Rathausportal zu. Hier trafen sie auf keinerlei nennenswerten Wiederstand und gelangten schnell in die erste Etage und zum Büro der Bürgermeisterin. 

Singend und laut musizierend liefen die Altweiber aufs Rathausportal zu.

Im Chefbüro des Rathauses zeigte sich die Hausherrin Nicole Reschke bestens vorbereitet und zog mit der heiter gestimmten Frauenschar ins Foyer zum obligatorischen Erinnerungsfoto und dem Anstimmen des Schlachtrufs. „Heilung Alaska“. Die verrückten Frauen bereiteten nun den nächsten Anschlag auf das Stadtoberhaupt vor, sie zogen ein Paar Handschellen mit Plüschummantelung hervor und fesselten „Nicole die Erste“, um so die Entführung in einen gastronomischen Betrieb in die Altstadt zu vollziehen. Übrigens: Seit September 2016 begrüßt der eingetragene Karnevals-Verein in Oberheuslingen die heimischen Jecken zur Sessionseröffung mit einer großen Veranstaltung am heutigen Samstag im Sängerheim. Statt „Alaaf“ und „Helau“ heißt es beiden den Heuslingern „Heilung Alaska“. 

Damit bekunden die Freudenberger Narren ihre karnevalistische Zuneigung und ihren ganz persönlichen Frohsinn im Verein. Karnevalsmitglied Gerda Flender bemühte ihr Handy um eine kölsche Schreibweise zu überprüfen, nach der Eingabe von „Alaaf und Helau“, schlug das Mobiltelefon die Schreibweise „Heilung Alaska“ vor. Dieser Übersetzungsvorschlag fand so großen Anklang, so das damit der Ruf des 1. Karnevals-Verein-Oberheuslingen geboren war. Die Bürgermeisterin wurde nach der Übergabe der Trophäen – abgeschnittene Krawatten – wieder in die Freiheit entlassen.

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